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34C3: Netzaktivist fordert bessere Kontrolle bei Künstlicher Intelligenz

Markus Beckedahl, Gründer von Netzpolitik.org, sprach sich in Leipzig für eine demokratisch legitimierte Kontrolle von Künstlicher Intelligenz aus.

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Auge, Künstliche Intelligenz, KI

(Bild: Orlando, gemeinfrei (Creative Commons CC0))

Netzaktivist Markus Beckedahl hat vor Risiken im Umgang mit Algorithmen gewarnt und eine bessere Kontrolle der Künstlichen Intelligenz gefordert. "Wir brauchen Regularien, um zu schauen, wie kriegen wir eine Nachvollziehbarkeit und eine demokratische Kontrolle von dem hin, wie Algorithmen eingesetzt werden", sagte der Gründer des Blogs Netzpolitik.org am Mittwoch auf dem 34. Chaos Communication Congress (34C3) in Leipzig.

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) habe neue Dimensionen erreicht. So gebe es Durchbrüche im maschinellen Lernen oder neue Daten- und Analysekapazitäten. Zugleich würden Algorithmen häufig in sensiblen Bereichen eingesetzt, etwa bei der Kreditvergabe oder im Gesundheitsbereich. "Es ist ein weites Feld: Gesundheitsalgorithmen muss man anders regulieren als Facebook-Algorithmen", erklärte der Blogger.

Beckedahl warnte vor der zunehmenden Macht der KI-Technologie und forderte mehr Transparenz für die Gesellschaft. Um Unternehmen besser zu kontrollieren, sollten Geschäftsgeheimnisse aufgelockert werden. Auch müsse es neue Kontrollinstitutionen geben, "irgendwo zwischen Datenschutzbehörden und Kartellämtern". Und: "Wir sollen nicht über Metaphern wie "Algorithmen-TÜV" lachen, die in die Debatte geworfen werden, aber eigentlich nur meinen, dass es eine Kontrollinstanz braucht." (dpa) / (hag)

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