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Technology Review

35. Internationale Erfindermesse in Genf eröffnet

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Triebwerke unter den Flügeln: Der Schweizer Yves Rossy präsentiert in Genf seinen "Jet-Wing". [Bild: Rossy]

In Genf ist am heutigen Mittwoch die 35. Internationale Messe für Erfindungen, neue Techniken und Produkte eröffnet worden. Bis zum kommenden Sonntag präsentieren 775 Aussteller aus 45 Ländern mehr oder weniger geniale Umsetzungen von Geistesblitzen aus den Bereichen Energieeinsparung, Umweltschutz, Informatik, Sport und Freizeit, Werbung und Verpackung, oder auch Spielzeug – und hoffen dabei auf lukrative Geschäftsabschlüsse oder Lizenzverträge. Insgesamt sind rund 1000 unveröffentlichte Erfindungen von Industrie und Handel, Forschern und Erfindern, Universitäten und privaten wie staatlichen Organisationen zu sehen.

Stark vertreten sind Länder Osteuropas und aus Asien. Als "Ehrengast" ist auf der Messe auch das europäische Kernforschungszentrum CERN vertreten, das unter anderem in Genf seinen Sitz hat und den Vorläufer des heutigen Internet entwickelte. Star der Messe wird vermutlich der Schweizer Yves Rossy sein, ein ehemaliger Berufspilot der Schweizer Luftwaffe. Rossy stellt erstmals der Öffentlichkeit seinen "Jet-Wing" vor. Mit dem Flügel, unter den vier Triebwerke geschnallt sind, ist er als erstes "menschliches Flugzeug" mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometer pro Stunde geflogen.

Die besten Erfindungen werden alljährlich mit dem "Großen Preis der Messe" sowie weiteren 45 Sonderpreisen ausgezeichnet. So erhielt beispielsweise die spanische Firma Ginerva im vergangenen Jahr den "Oscar der Erfindung" für eine Bratpfanne, die es ermöglicht, bereits benutztes Öl zu filtern und erneut zu verwenden. Das norwegische Unternehmen Adevia konnte den "Preis der internationalen Presse" für einen Tisch einheimsen, der über Sofas und Sesseln "schwebt". Dies sei auch ideal für PC-Benutzer, befanden die Journalisten damals. Messeangaben zufolge wurden im vergangenen Jahr Geschäfte im Wert von rund 22 Millionen Euro angebahnt. (pmz)