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3D-Druck etabliert sich auf der Computermesse

Gab es 3D-Drucker vor ein paar Jahren auf der CeBIT höchstens in der Forschungshalle oder bei kurzfristig anberaumten FabLab-Flashmobs zu sehen, lohnt sich der Besuch der Computermesse inzwischen auch zuverlässig für 3D-Druck-Fans.

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3D-Drucker auf der CeBIT

Die originelle Konstruktion des PGG-3D-Rotationsdruckers errang einen Spezialpreis beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht".

Obwohl die CeBIT traditionell ja eher den Bürobedarf an Technik deckt und Produktionsmittel nur als Ausnahme vorkommen, sind seit ein paar Jahren 3D-Drucker eine kleine, aber konstante Größe auf der Computermesse. Nach wie vor wirken sie zuverlässig als Blickfang – wo 3D-Drucker arbeiten, bilden sich Trauben von Schaulustigen.

In diesem Jahr ergibt die Präsenz der Fertigungsmaschinen allerdings einen tieferen Sinn als in den Jahren zuvor: Denn zu den Themen der CeBIT 2015 zählt explizit die Idee der Industrie 4.0 – und kaum etwas kann manche Aspekte dieser Vision so plastisch veranschaulichen wie ein 3D-Drucker. Etwa die angestrebte Individualisierung von Massenprodukten: Die ist beim 3D-Druck schon heute Alltag. Zwar ist der Fertigungsaufwand pro Stück höher als bei anderen Verfahren, aber konstant, selbst wenn jedes Objekt einer Serie individuell gestaltet ist.

Aber auch, wem die Industrie 4.0 herzlich egal ist, findet in Sachen 3D-Druck auf der CeBIT in diesem Jahr wieder interessantes zu sehen – unsere Highlights zeigt die Bilderstrecke.

3D-Drucker auf der CeBIT 2015 (15 Bilder)

3Dator

Alexander Schlauer und Moritz Mair von der Technischen Universität Darmstadt haben ihren Wunsch-3D-Drucker kurzerhand selber entwickelt und gebaut: Ihr 3Dator hat einige originelle Details zu bieten, beispielsweise lässt sich das beheizbare Druckbett mit einem Handgriff entnehmen und statt Zahnriemen bewegen Schnüre den Druckkopf in der horizontalen Ebene (Halle 9, C24). 

Allerdings muss man wie schon in den vergangenen Jahren zwischen den einzelnen Ständen mit internationalen 3D-Drucker-Spezialitäten auf der CeBIT größere Strecken zurücklegen – im Hallenkonzept der Messe hat das Thema noch keinen festen Platz. Aussteller wie be3D aus Tschechien und iGo3D aus Hannover zeigen ihre Maschinen in Halle 3 zwischen Buchscannern, Großformatplottern und anderen Geräten den klassischen "Input/Output Solutions", wie das Hallenmotto lautet. Andere sind in Halle 9 untergekommen, wo sich unter dem Titel "Research & Innovation" unter anderem die Forschungsinstitute und Hochschulen tummeln und für den passenden Rahmen sorgen.

Formlabs schlägt rein örtlich mit seinem Stand in Halle 12 die Brücke zum vielbeschworenen "Internet of Things" – immerhin könnte ein 3D-Drucker beim Entwickeln von Protoypen für vernetzte Dinge von Nutzen sein. Einige im Westen eher unbekannte Hersteller haben zudem auf den diversen Ausstellungsflächen des diesjährigen CeBIT-Partnerlandes China ihren Stand bezogen, etwa die bereits im vergangenen Jahr vertretene Firma Jiangsu Sainty Runlong Trade (Halle 16, Stand A18, (70)) oder 3DP Technology aus Hongkong (Halle 6, Stand E29).

"c't nachgehakt" zu 3D-Druck mit Georg Schnurer (c't) und Peter König (Make)

(pek)

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