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3D-Drucker macht Schule

Wer einen 3D-Drucker in Aktion sehen will, muss keine Industriemesse mehr besuchen – auch auf der CeBIT wird jetzt Plastik geschmolzen und in neue Form gebracht. Die Firma Fabmaker nutzt die Messe gar für eine Premiere.

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Sein offizielle Debüt soll der 3D-Drucker von Fabmaker auf der am Montag startenden CeBIT in Hannover geben – die Vorab-Premiere fand aber bereits heute in Braunschweig statt. Der dort vorgestellte 3D-Drucker E1 ist speziell für den Einsatz an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gedacht, soll aber auch professionell genutzt werden können. Deshalb gibt es auch zwei unterschiedliche Preise: Die Education-Version soll 2600 Euro kosten, die Business-Variante 5000 Euro.

Die Tür des E1 lässt sich abschließen, damit sich niemand die Finger am heißen Druckkopf verbrennt.

Die Maschine baut Objekte bis zu einer Größe von 25 cm in jeder Dimension aus minimal 0,02 mm dünnen Schichten auf. Als Rohmaterial spult sie 1,75 mm dünnes Filament aus PLA, ABS, PVA oder dem holzhaltigen Laywood in ihre wahlweise ein oder zwei Extruder. Das Gerät soll über eine besonders robuste Mechanik für den Dauereinsatz verfügen. Der Bauraum ist komplett geschlossen, die Abluft wird mit einem Aktivkohlefilter gereinigt. Die Maschine holt ihre Druckdaten von SD-Karte oder übers Ethernet-Kabel, lässt sich also ohne dauerhaft angeschlossenen PC betreiben. Den Druckvorgang steuert man über ein 3-Zoll-Touchdisplay direkt am Gerät.

Fabmaker will rund um seinen Drucker für das Schul- und Ausbildungsszenario auch Lehrmaterial anbieten, etwa zur 3D-Modellierung und Konstruktion. Damit sollen etwa im Informatikunterricht Roboter gebaut oder im Architekturstudium Gebäudemodelle gedruckt werden können. Außerdem ist ein Online-Marktplatz zum Nachbestellen von Teilen und zur Präsentation von Projekten vorgesehen. Für die weitere Zukunft plant der Hersteller eine Komplettlösung namens "Thinklab" aus Workstation, 3D-Scanner und 3D-Drucker.

Eine Vorabversion des 3D-Druckers E1 war bereits im vergangenen Dezember auf der Fachmesse EuroMold in Frankfurt zu sehen. Auf der CeBIT ist die Maschine am Stand des "Innovationslandes Niedersachsen" zu finden (Halle 9, C28). Fabmaker-Mitbegründer Dean Ciric hält zudem am Freitag, den 14. März, ab 15 Uhr am Stand F44 in Halle 9 einen Kurzvortrag: "Unter Druck – Fachkräftemangel mit sinnvollem Einsatz von Education-3D-Drucker in der Ausbildung begegnen". (pek)