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3D-TVs im Test: Flimmerfrei, aber mit Geisterbildern

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Die benötigten Shutterbrillen der drei Hersteller sind untereinander nicht kompatibel.

Sie kommen, die 3D-Fernseher: Nach Samsungs 46-Zoll-LCD (Kurztest auf heise online) sind nun auch Vorseriengeräte von Sony (LCD) und Panasonic (Plasma) im c't-Testlabor eingetroffen. Die Ergebnisse finden sich in der aktuellen c't-Ausgabe 8/10. Neben einer modifizierten, 3D-fähigen Playstation 3 – ein entsprechendes Firmwareupdate soll im Juni kommen – konnten wir die 3D-TVs auch mit einem Vorserienmodell von Panasonics Blu-ray-Player DMP-BDT300 testen.

Alle drei Fernseher benötigen für räumliche Bilder eine Shutterbrille. Die Brillen unterscheiden sich stark in Form und Gewicht, alle ließen sich aber auch über Sehhilfen angenehm tragen. Enttäuschend: Keine der von den Herstellern mitgelieferten Brillen funktionierte mit den jeweils anderen TV-Geräten – obwohl auf der CES zumindest Lippenbekenntnisse zu einem gemeinsamen Standard zu hören waren. Der slowenische Hersteller XpanD – Filmfans vielleicht vom gleichnamigen 3D-Kinosystem bekannt – hat allerdings eine Universalbrille angekündigt, die mit allen 3D-Fernsehern funktionieren soll.

Alle getesteten TV-Geräte produzierten einen überzeugenden räumlichen Eindruck, zeigten jedoch sogenannte Geisterbilder: Hier sieht das eine Auge Teile des für das andere Auge bestimmten Bildes. Am stärksten fiel das Ghosting beim UE46C7700 von Samsung auf – insbesondere im kalten Zustand. Die Vorserienmodelle KDL-46HX905 von Sony sowie P50VT20 von Panasonic neigten weitaus weniger zu Geisterbildern. Beim Samsung-TV bekamen wir das Ghosting durch eine Reduzierung der Hintergrundbeleuchtung einigermaßen in den Griff, offenbar arbeiten die Koreaner auch an einem Firmware-Update. Dunkler wird das Bild im 3D-Betrieb übrigens bei allen drei Geräten, unter anderem durch die jeweilige Shutterbrille.

Der 46-Zoll-LCD-Fernseher von Sony soll Mitte des Jahres in den Handel kommen, ein Preis steht noch nicht fest. Der 50-Zoll-Plasma von Panasonic ist voraussichtlich Anfang Mai für 2400 Euro zu haben, das LCD-Gerät von Samsung Anfang April für 2500 Euro.

Siehe dazu auch:

(jkj)

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