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3D mit flinken OCB-Displays

Toshiba [1] zeigt auf der Konferenz DisplayWeek [2] in San Antonio drei unterschiedliche 3D-Realisierungen. Zweimal kommt die LCD-Variante namens Optically-Compensated-Bend (OCB [3]) zum Zuge.

OCB-Panels zeichnen sich durch besonders kurze Schaltzeiten aus

(Bild: Toshiba)

Diese besonders flinke Paneltechnik erlaubt es, das Display nacheinander mit den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau zu durchleuchten und so mit der sequentiellen Wiedergabe (Field-Sequential-Colour) farbige Bilder zu erzielen. Das Prinzip gleicht der Bilderzeugung in DLP-Beamern.

In herkömmlichen LCDs werden die RGB-Farben gleichzeitig über Farbfolien in den nebeneinander liegenden Subpixeln erzeugt; drei RGB-Subpixel ergeben dann einen Bildpunkt. Der Vorteil der sequentiellen Farbwiedergabe beim OCB-Panel liegt in der höheren Lichtausbeute: Hier schlucken keine Farbfilter das Licht und jeder einzelne Bildpunkt ist heller, weil er nicht mit lichtundurchlässigen Stegen in Subpixel aufgeteilt werden muss.

Toshiba hat nun solch ein flinkes OCB-LCD genutzt, um die Stereoansichten eines bildgebenden Displays nacheinander für das jeweilige Auge freizugeben. Dank der kurzen Schaltzeiten von 2 ms soll das OCB-Panel eine sehr saubere Trennung der beiden Stereobilder erzielen. Es wirkt dabei wie ein Shutter, die komplette Auflösung des bildgebenden Displays bleibt erhalten. Toshiba zeigt diese 3D-Variante am achtzölligen Schirm (20 cm) sowie an einem 32-Zoll-Display (80 cm).

Dank Rasterfolien sehen das rechte und das linke Auge jeweils das passende Stereobild.

In einem dreizölligen OCB-Modul nutzt der Hersteller eine sequentielle Farbansteuerung mit LED-Backlight und trennt die Bilder fürs rechte und linke Auge mit Hilfe einer speziellen Linsenfolie hinter dem Panel. Die von Toshiba "Time Sequential Twin-Eye" genannte 3D-Technik soll ohne spezielle Brillen dreidimensionale Einblicke erlauben und zugleich einen großzügigen Einblickwinkel gewähren. Das 3"-Display (7,6 cm Diagonale) lässt sich zwischen 3D- und 2D-Betrieb umschalten und zeigt mit 400 × 240 Pixeln eine recht hohe Auflösung.

Ein weiterer Bildschirm gibt den Blick auf die dritte Dimension über eine Rasterfolie frei. Hier können mehrere Anwender gleichzeitig ohne 3D-Brille einen räumlichen Eindruck wahrnehmen – das autostereoskopische Multiview-Display mit 12 Zoll Diagonale (30 cm) bietet gleichzeitig mehrere Ansichten. (uk [4])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-220623

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.tmdisplay.com/tm_dsp/index.htm
[2] http://www.sid.org/conf/sid2009/sid2009.html
[3] http://www.tmdisplay.com/tm_dsp/en/technology/ocb.html
[4] mailto:uk@ct.de