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3G-Mobilfunk startet im April – in den USA

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Die Mobilfunkgesellschaften Sprint PCS und Cingular Wireless wollen zum 2. Quartal 2001 erste 3G-Dienste anbieten. Wie auf der Cellular Telecommunications Internet Association Conference (CTIA)in Las Vegas bekannt wurde, will Sprint PCS dabei in mehreren Phasen den erweiterten Standard auf CDMA-Basis einführen. Als "3Gcdma2000 1x" ermöglicht dies anfangs – bis Ende 2003 – Übertragungsraten von 144 bis 307 kBit/s. Nach einem Wechsel zu "cdma2000 1xEV-DO" soll ab 2004 eine Rate von 2,4 MBit/s möglich werden; basierend auf der Technik "3Gcdma2000 1xEV-DA (Data and Voice)" schließlich 3 bis 5 MBit/s.

Die in letzter Zeit diskutierten Befürchtungen hinsichtlich der mangelnden Verfügbarkeit von Funkfrequenzen teilt Sprint-PCS-Präsident Charles Levine nicht: "In den meisten Fällen tauschen wir lediglich Steckkarten in unseren Basisstationen aus", lautet seine optimistische Vorstellung von der Einführung der neuen Technik: Da Sprint PCS nur auf einen einzigen Übertragungsstandard setze, würden Upgrades einfach stark erweitert. Die bei Sprint PCS bestehenden Kapazitäten reichten ohnehin für die nächsten 10 Jahre aus – dennoch werde man im kommenden Jahr und in 2004 Erweiterungen durchführen, meinte Levine.

Cingular Wireless setzt hingegen auf Erweiterungen der GSM-Technik und wird hiermit vermutlich den Wettlauf um die Einführung der Next-Generation-Dienste gewinnen. In den Bundesstaaten Kalifornien, Nevada und Washington – wo Cingular Wireless seine GSM-Netze unterhält – will das Unternehmen die neue Technik bereits im zweiten Quartal 2001 verfügbar machen. Allerdings wird es sich hierbei nicht um UMTS handeln, sondern "nur" um GPRS, mit dem man den Mobilfunknutzern einen "always-connected"-Service mit Abrechnung nach übertragenem Datenvolumen anbieten will.

Tarifmodelle für die neuen Dienste wollten beide Unternehmen noch nicht preisgeben. (klp)