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4-Terabyte-Festplatten von Hitachi

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(Bild: Hitachi GST)

Die Firma Hitachi GST kündigt ihre beiden ersten 3,5-Zoll-Festplatten mit jeweils 4 Terabyte Kapazität an, nämlich die interne SATA-6G-Version Deskstar 5K4000 sowie die externe Touro Desk 4TB mit USB-3.0-Schnittstelle. Zurzeit liefert Hitachi GST die 5K4000 (HDS5C4040ALE630) allerdings nur in Form eines Retail Kit inklusive Montagematerial und Software zum Richtpreis von 400 US-Dollar – und in kleinen Stückzahlen. Größere Mengen und OEM-Ausführungen will Hitachi GST im Laufe des ersten Quartals 2012 liefern können. Die Touro Desk 4TB soll ab Januar und zum Preis von 420 US-Dollar zu haben sein.

Für die Deskstar 5K4000 nennt Hitachi GST eine maximale Speicherdichte von 443 Gigabit pro Quadratzoll – deutlich weniger als bei der Deskstar 7K1000.D, die mit bis zu 569 GBit pro Quadratzoll ein komplettes Terabyte auf eine einzige Scheibe packt. Trotz der reduzierten Drehzahl – Hitachi spricht von CoolSpin Technology – nennt das Datenblatt der 5K4000 eine Leerlaufleistungsaufnahme von 4,9 Watt. Das Single-Platter-Drive 7K1000.D soll hingegen bei 7200 U/min mit 3,7 Watt auskommen.

Hitachi-GST- beziehungsweise Western-Digital-Konkurrent Seagate hat bisher nur eine USB-3.0-Version einer 4-TByte-Platte im Angebot.

Während Hitachi GST für die beiden Deskstar-Laufwerke die für gewöhnliche SATA-Platten übliche Lesefehlerwahrscheinlichkeit von 10-14 nennt, gibt es mit der Ultrastar 7K3000 auch eine Enterprise-Variante mit 10-15-Spezifikation, aber höchstens 3 TByte Kapazität. Sie ist in SATA- oder SAS-Ausführungen zu haben, für Dauerbetrieb im RAID ausgelegt und arbeitet noch mit 512-Byte-Sektoren.

Die anderen genannten Platten nutzen sogenannte 4K-Sektoren mit jeweils 4 KByte Kapazität und emulieren 512-Byte-Sektoren (Advanced Format, 512e). Auf Festplatten mit mehr als 2,2 TByte Kapazität lässt sich Windows nur in den x64-Versionen ab Vista (SP1) und im UEFI-Modus installieren, kann dermaßen große Platten mit GUID-Partitionstabelle (GPT) aber auch im "klassischen" BIOS-Modus als Datenlaufwerke nutzen. Die USB-Version dürfte, wie bei solchen Riesenplatten üblich, 4-KByte-Sektoren melden. Damit kommen moderne Betriebssysteme zurecht, aber manche andere Geräte mit USB-Schnittstelle scheitern an externen Festplatten mit mehr als 2,2 TByte, etwa einige TV-Geräte oder Satellitenempfänger. (ciw)

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