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4K-Monitore superbillig – aber nur mit 30 Hz

Ein 4K-Monitor mit 71 Zentimeter Diagonale für unter 400 Euro – da wird manch einer schwach. Doch Vorsicht: Die Billigheimer sind von vorgestern.

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Derzeit kursieren im online-Handel einige Angebote für ultrahochauflösende Monitore. So gibt es den Viewsonic VX2880 und den Dell P2815 Q aktuell für jeweils unter 400 Euro – beides Geräte mit 28 Zoll respektive 71 Zentimeter Diagonale, blickwinkelabhängigem TN-Panel mit 3840 × 2160 Pixeln, LED-Backlight.

Dells P2815 Q gehört zu den "Altlasten: Der Monitor gibt Ultra HD mit maximal 30 Hz aus.

Sie haben sogar eingebaute Lautsprecher (Viewsonic) beziehungsweise ein höhenverstellbares und ins Hochformat drehbares Display (Dell). Beide Monitore warten mit einem DisplayPort-1.2-Anschluss auf, über den sie – theoretisch – die 4K-Auflösung auch in 60 Hertz entgegennehmen könnten.

In der Praxis können sie das aber nicht: Sowohl der VX2880 als auch der P2815 Q geben maximal 30 Bilder pro Sekunde in der ultrahohen Auflösung wieder. Das wird in den Datenblättern und bei vielen Preissuchmaschinen auch explizit so genannt. Wer jedoch zufällig auf die Angebote stößt und sich über die derart günstigen 4K-Monitore freut, könnte die Hinweise möglicherweise übersehen.

In einem ersten Test von 4K-Monitoren hat c't bereits vor solchen 30-Hz-only-Geräten gewarnt: Die geringe Bildwiederholfrequenz stört auch beim Arbeiten – der Mauszeiger ruckelt, Scrollen lässt sich nur zäh, an Spielen ist damit gar nicht zu denken. Im c't-Test aktueller 4K-Monitore traten diese Unzulänglichkeiten nicht mehr auf. Es lohnt sich also, 100 Euro mehr für aktuelle Geräte auszugeben und dafür eine ruckelfreie, superscharfe 4K-Darstellung genießen zu können. (uk)