5 Millionen .de-Domains in 15 Jahren

Die Top-Level-Domain .de für Deutschland feiert heute ihren fünzehnten Geburtstag.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 46 Beiträge
Von
  • Clemens Gleich

Die Top Level Domain (country code Top Level Domain, ccTLD) für Deutschland feiert heute ihren fünzehnten Geburtstag. Am 5. November 1986 wurde der Datensatz für .de angelegt und ist seitdem in den Domain-Name-Servern rund um den Globus verfügbar. Seit diesem Tag dürfen diese deutschen Domains registriert und natürlich auch genutzt werden. Bis heute haben das die Internet-Nutzer beinahe fünf Millionen Mal getan.

Doch das Internet war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so bunt wie heute; das Web gab es beim Start der .de-Domain noch nicht. Bis 1994 wurden nur um die tausend .de-Domains angemeldet, als die deutsche Domainverwaltung von der Universität Dortmund an die Uni Karlsruhe wechselte. Der in Dortmund betriebene freiwillige Dienst trug schon damals den Namen DeNIC.

Nach der Entwicklung des grafischen Web und dem bald darauf folgenden Internetboom stieg auch das Interesse an DNS-Einträgen außerhalb der Forschungseinrichtungen steil an. Von nun an wurde es für viele Firmen und Privatpersonen zunehmend wichtig, "im Internet" zu sein. Das Warum war eher nebensächlich: Jeder meinte zu ahnen, dass es wichtig war, einfach dabei zu sein.

Anfang 1997 konnte die frisch gegründete DeNIC eG circa 50.000 .de-Domain-Namen zählen. Zwei Jahre später hatte sich die Anzahl fast verzehnfacht und in den folgenden zwei Jahren verdoppelte sich die Anzahl jedes halbe Jahr. Im Moment kommen jeden Monat zwischen 80.000 und 90.000 neue Namen hinzu, im Durchschnitt werden also in der Minute zwei der begehrten Bezeichnungen vergeben.

Laut der Daten des DENIC ist .de inzwischen auch das zahlenmäßig stärkste Länderkürzel der Welt. Diese Tatsache spürt der künftige Web-Autor am deutlichsten, wenn er versucht, einen vernünftigen freien Namen für seine Veröffentlichungen innerhalb der ccTLD .de zu ergattern: Die besten sind immer schon längst weg. (cgl)