5G: Ericsson nimmt US-Fabrik für Mobilfunktechnik in Betrieb

In Ericssons neuer "Smart Factory" im US-Bundesstaat Texas sind die ersten 5G-Basisstationen vom Band gelaufen.

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Mit solchen "Street Macro"-Basisstationen (an der Straßenlampe links) will Ericsson den US-Markt erobern.

(Bild: Ericsson)

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Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson hat vor dem Hintergrund des Handelskriegs zwischen den USA und China eine Produktionsstätte für 5G-Mobilfunkanlagen im US-Bundesstaat Texas in Betrieb genommen. Erste Produkte laufen in der hochautomatisierten Fertigungsanlage bereits vom Band. Ericsson will in der Anlage zunächst etwa 100 MitarbeiterInnen beschäftigen.

Die Fabrik selbst ist nach Angaben des Herstellers mit 5G-Mobilfunk vernetzt, was "einen agilen Betrieb und eine flexible Produktion ermöglichen" soll. Lagerhaltung, Logistik, Montage und Verpackung sollen weitgehend automatisiert erfolgen. Dabei kommen auch vernetzte autonome Transportwagen zum Einsatz. Im Laufe des Jahres will Ericsson die Produktion weiter hochfahren und die Anlage vollständig in Betrieb nehmen.

Fabrikleiter Erik Simonsson will dann "die Nachfrage nach 5G-Netzen der nächsten Generation im ganzen Land bedienen". Das erste Produkt, das in der Fabrik hergestellt wird, ist eine sogenannte Street-Macro-Basisstation, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Diese Variante, bei der Antennen- und Funktechnik in einem kompakten Gehäuse verpackt sind, soll den Ericsson-Kunden in Nordamerika beim Aufbau der 5G-Netze in komplexen urbanen Umgebungen helfen.

Ericsson unterhält in allen fünf Kontinenten Produktionsanlagen, darunter seit Mitte der Neunzigerjahre auch in der Volksrepublik China. Der schwedische Konzern ist neben dem finnischen Nokia der zweite maßgebliche Wettbewerber des in die Kritik geratenen Netzwerkausrüsters Huawei, der in den USA beim 5G-Aufbau wegen Sicherheitsbedenken und unbelegten Spionagevorwürfen weitgehend boykottiert wird. Um solchen Bedenken zu begegnen hat Huawei zuletzt die Produktion in Frankreich aufgenommen. (vbr)