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5G: Kleines Campusnetz im Telefónica Basecamp Berlin

Der Netzbetreiber will mit einer Small-Cells-Installation den Besuchern des Basecamps in der Hauptstadt die 5G-Technik näherbringen.

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Markus Haas gibt das 5G-Netz im Basecamp frei.

(Bild: heise online/vbr)

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Telefónica Deutschland hat in seinem Basecamp in der Hauptstadt ein erstes kleines 5G-Campusnetz in Betrieb genommen. Mit Hardware von Nokia realisiert der Netzbetreiber in den Räumen in Berlin-Mitte eine 5G-Mobilfunkversorgung mit Bandbreiten von bis zu 800 Mbit/s. Besucher des Basecamps und Interessenten können sich vor Ort über die neue Mobilfunktechnik informieren und einige Anwendungen ausprobieren.

Zusammen mit Ausrüster Nokia hat Telefónica das Indoor-Netz in nur wenigen Wochen aufgebaut, sagte CEO Markus Haas am Montagabend in Berlin: "Wir wollen den Menschen in Berlin regelmäßig 5G-Anwendungen vorstellen und sie anfassbar machen." Das Basecamp in Berlin, neben der Anlaufstelle für O2-Kunden auch ein Debattenforum und Co-Working-Space ist, werde nun zum 5G-Innovationsraum.

Je zwei Antennen für LTE (links) und 5G (rechts) hängen an der Decke des Basecamps. Damit sind bis zu 800 Mbit/s drin.

(Bild: heise online/vbr)

Im Basecamp Berlin setzt Telefónica ein Small-Cell-System von Nokia ein. Je zwei Antennen für LTE respektive 5G leuchten die Räumlichkeiten aus; für 5G nutzt das Unternehmen die gerade erworbenen 3,6-GHz-Frequenzen. Die Access-Points im Basecamp sind mit Gigabit-Ethernet an einen Hub angebunden, über den die Daten in das Transportnetz von Telefónica fließen. Dieser Hub – ein Einschubmodul in einem normalen Rack – steht in den Räumlichkeiten der Konzernrepräsentanz drei Stockwerke über dem Basecamp.

Während 5G in den kommenden Jahren auch beim Mobilfunknutzer ankommen wird, sind es vor allem Unternehmen, die 5G für ihre Produktionsstätten einsetzen wollen. "Campusnetze sind ein Eckpfeiler für die Digitalisierung der deutschen Industrie", sagte Karsten Pradel, der das B2B-Geschäft des Netzbetreibers verantwortet. Er geht davon aus, dass rund die Hälfte der deutschen Unternehmen über ein eigenes Netz nachdenken und viele sich diese Netze dann von den Profis bauen lassen. "Bei Planung, Aufbau und Betrieb sind wir für unsere Partner nicht zu ersetzen", meint Pradel.

Auch CEO Haas sieht in Campusnetzen ein Geschäftsfeld mit großem Potenzial für die Netzbetreiber. Für den unterbrechungsfreien Betrieb in Produktionsanlagen ist das Knowhow der Netzbetreiber gefragt. Mit dem Daimler-Konzern baut Telefónica bereits ein Campusnetz für den Standort Sindelfingen auf. Diese Netze sind individuell auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. "Wir sind ein Netzbetreiber, für die Anwendungen muss die Industrie sorgen", sagte Haas. (vbr)