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5G-Modems für Notebooks: Intel kooperiert mit MediaTek

Die taiwanische Smartphone-Chipentwickler MediaTek liefert ab 2021 5G-Modems für schlanke Mobilrechner mit Intel Core i.

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LTE-Modem Fibocom L850-GL in M.2-Bauform in Lenovo-Notebook.

(Bild: c't/Christof Windeck)

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Nach dem Verkauf der hauseigenen Sparte für Mobilfunk-Modems an Apple hat sich Intel einen Kooperationspartner gesucht, der 5G-Modems für künftige Notebooks zuliefert.

Die Wahl fiel auf den taiwanischen Chipentwickler MediaTek, der vor allem für ARM-SoCs für Smartphones bekannt ist. MediaTek verkauft schon Smartphone-SoCs mit integrierten LTE-Modems und hat das 5G-Modem Helio M70 aus der 7-nm-Fertigung angekündigt.

2020 sollen Smartphones mit dem MediaTek Dimensity X1000 erscheinen, der insgesamt acht ARM-Rechenkerne der Typen Cortex-A77 und -A55 mit einer Mali-G77-GPU, einem 5G-Modem und einem KI-Beschleuniger vereint.

Intel will 5G-Modems mit MediaTek-Chip in der Bauform M.2 für Notebooks nach den hauseigenen "Athena"-Vorgaben entwickeln. Dabei holt man die chinesische Firma Fibocom ins Boot, die Modems in verschiedenen Bauformen verkauft und sich um die Mobilfunk-Zertifizierungen für unterschiedliche Länder kümmern soll.

Intel erwartet erste 5G-Notebooks mit MediaTek-/Fibocom-Modems 2021.

Über mehrere Jahre hatte Intel eine eigene Modem-Sparte aufgebaut, die Modems auch zur Integration in Intel-Prozessoren entwickelte. Ursprünglich wollte Intel mit der 2008 vorgestellten "Atom"-Prozessorfamilie auch in Smartphones Fuß fassen. Vor einigen Monaten verkaufte Intel den größten Teil der 5G-Modemsparte dann an Apple.

(ciw)