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5G-Smartphone Moto Z3: Motorola und Verizon preschen bei Mobilfunk vor

Das Motorola Z3 kann 5G nutzen – solange es mit dem entsprechenden Moto-Mod ausgestattet ist. Vorerst bringt das nur Verizon-Kunden etwas.

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5G.Smartphone Moto Z3: Motorola und Verizon preschen bei Mobilfunk voran

(Bild: Motorola)

Motorola hat das Moto Z3 vorgestellt – ein Smartphone der gehobenen Mittelklasse, das für sich genommen niemanden umhauen dürfte. Gleichzeitig mit dem neuen Handy hat Motorola aber auch ein 5G-Modul für das Z3 vorgestellt, das auch bei älteren Moto-Mods-Handys funktionieren sollte. Wird dieses Modul an ein kompatibles Motorola-Handy angeschlossen, kann man damit im 5G-Netz des US-Mobilfunkanbieters Verizon surfen.

Günstig ist das aber nicht: Das 5G-Modul für Motorola-Smartphones, das in Zusammenarbeit mit Chip-Hersteller Qualcomm entwickelt wurde, soll laut dpa umgerechnet 500 Euro kosten. Das Motorola Z3 selbst wird für 480 US-Dollar zu haben sein. Es ist mit einem Snapdragon 835 ausgestattet – der Spitzen-SoC aus dem vergangenen Jahr. Das 6 Zoll große OLED-Display zeigt maximal Full-HD-Auflösung an. Auch der 3.000 mAh große Akku und die 4 GByte RAM sind auf allerhöchstem Niveau nicht mehr ganz konkurrenzfähig, sollten für den Alltagsbetrieb allerdings locker ausreichen. Ob das Android-Handy überhaupt in Deutschland angeboten wird, ist noch offen.

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5G-Modul für die USA – Deutschland hinkt hinterher

Ab Anfang 2019 wollen Motorola und Verizon das 5G-Modul in den USA anbieten. 5G-Netze bieten bis zu zehnfach höhere Datengeschwindigkeiten als 4G-Netze (LTE). Außerdem sind die Latenzen kürzer als beim aktuellen Standard. Motorola demonstrierte in Chicago eine Datenverbindung mit 3,3 Gigabit pro Sekunde via 5G. Das ist nicht nur schneller als bislang verfügbare Mobilfunkverbindungen, sondern stellt auch Hochgeschwindigkeitsverbindungen im Festnetz in den Schatten. Das Anfang 2019 verfügbare System soll Geschwindigkeiten bis zu 5 GBit/s erzielen.

Verizon wird noch in diesem Jahr einen Dienst anbieten, um Haushalte mit hohen Geschwindigkeiten via 5G online zu bringen. Der Service soll zunächst in Los Angeles, Sacramento und Houston verfügbar sein. Wo das erste Mobilfunknetz dann entstehen wird, ist noch offen. Es steht auch noch nicht fest, welche Gebühren Verizon für die Nutzung des 5G-Netzwerkes verlangen wird. In Deutschland wird mit ersten kommerziellen 5G-Pilotversuchen erst für das Jahr 2021 gerechnet. Die im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien im Bund festgeschriebene Auktion der 5G-Frequenzen soll erst im kommenden Jahr stattfinden. (dahe)

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