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5G: Telefónica setzt bei Antennenanbindung auf die Telekom

Die zwei deutschen Netzbetreiber weiten ihre Zusammenarbeit beim Backhaul aus: Telefónica will weitere Antennenstandorte mit Glasfaser der Telekom anschließen.

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5G: Telefónica setzt bei Antennenanbindung auf die Telekom

Telefónica-CEO Markus Haas und Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner besiegeln die weitere Zusammenarbeit.

(Bild: Telefónica)

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Telefónica Deutschland (O2) will bei der Anbindung seiner Mobilfunkstationen auch künftig auf Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom setzen. Beide Unternehmen bekräftigten am Montag ihre langjährige Zusammenarbeit beim sogenannten Backhaul. Die an den Antennenstandorten anfallenden Daten müssen auch weitertransportiert werden. Das geht zum Beispiel mit einer direkten Netzanbindung der Antenne oder über Richtfunkstrecken.

Die Mobilfunkstationen im O2-Netz sind heutzutage überwiegend mit Richtfunk angebunden. Im Hinblick auf den nächsten Mobilfunkstandard 5G baut Telefónica die Glasfaseranbindung seiner Antennen aus. Dazu hatte das Unternehmen im Juli ein Abkommen mit dem Netzbetreiber NGN Fiber Network geschlossen, der rund 1500 Standorte mit Glasfaser anbinden soll. Auch mit Vodafone arbeitet der Netzbetreiber beim Backhaul zusammen. Telefónicas Mobilfunknetz soll nach Abschluss der Konsolidierung von O2 und E-Plus rund 25.000 Standorte umfassen.

Mit der Telekom kooperiert Telefónica bereits seit 2011. Diese Zusammenarbeit soll auf rund 5000 Antennenstandorte ausgeweitet werden, die langfristig mit der Glasfaserinfrastruktur der Telekom angebunden werden sollen. "Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur können wir den Ausbau unseres Mobilfunknetzes beschleunigt vorantreiben und einen signifikanten Anteil an Mobilfunkstandorten fit für den Zukunftsstandard 5G machen", erklärte der CEO von Telefónica Deutschland, Markus Haas.

Auch für die Telekom ist das ein lohnenswertes Geschäft: "Bei unserer Kooperation gewinnen alle, weil Telekom und Telefónica Synergien nutzen", sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner. "Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren." Die Kooperation zeige außerdem, dass Telekommunikationsanbieter auch ohne regulatorische Eingriffe die Zusammenarbeit suchten. (vbr)