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600-Millionen-Projekt: EU-Cloud für offene Wissenschaft ist am Netz

Wissenschaftler sollen über die Rechnerwolken Forschungsdaten sicher ablegen grenzübergreifend austauschen und Big-Data-Potenziale nutzen können.

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600-Millionen-Projekt: EU-Cloud für offene Wissenschaft ist am Netz

(Bild: eosc-portal.eu)

Die EU-Kommission hat am Freitag erste Teile der "Europäischen Cloud für offene Wissenschaft" zur Nutzung freigegeben. In der frei zugänglichen Cloud sollen Wissenschaftler offene Forschungsdaten sicher ablegen, grenzübergreifend austauschen und analysieren können. Das Gemeinschaftsprojekt der EU-Kommission, der Mitgliedstaaten und der Wissenschaftsgemeinschaft will "das enorme Potenzial von Big Data" freisetzen und das Prinzip Open Data zu beflügeln.

Experten haben speziell für die European Open Science Cloud (EOSC) ein technisches Ökosystem für eine "faire" Nutzung der eingestellten Informationen entwickelt, in das auch zugehörige Software, Protokolle oder andere Forschungsressourcen einfließen. Damit diese auffindbar sind und untereinander zugeordnet werden können, haben die Forscher spezielle Identifizierungspunkte und ein Set an Metadaten eingeplant. Daten selbst sollen demnach in idealerweise offenen und gängigen Formaten eingespielt werden, um eine leichtere Weiterverwendung und die Interoperabilität zu sichern.

Die Wissenschafts-Cloud hatte die Kommission im April 2016 initiiert. Mit dem Startschuss ist nun zunächst eine überschaubare Menge an Diensten und Speicherkapazitäten in der EOSC verfügbar. Die gesamte Struktur soll 2020 stehen und voll nutzbar sein. Vorgesehen ist, die Cloud zum "universellen Zugangspunkt" für 1,7 Millionen Forscher und 70 Millionen Fachleute in den Natur-, Technik-, Geistes- und Sozialwissenschaften zu machen. Über das Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020, das einen Schwerpunkt auf offene Daten setzt, stehen dafür insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung. (anw)

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