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64-Bit-ARM-Monster: Cavium ThunderX mit 48 Kernen und 512 GByte RAM

Cavium kündigt zwei ThunderX-Prozessorfamilien für Server mit acht bis 96 ARMv8-Prozessorkernen an, außerdem ein ganzes Ökosystem aus Kooperationspartnern für Hard- und Software.

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Cavium ThunderX: ARMv8-SoC mit bis zu 48 Kernen.

(Bild: Cavium)

Dass die Firma Cavium, die unter anderem Netzwerkprozessoren mit MIPS-Kernen entwickelt, an ARMv8-Chips arbeitet, ist längst bekannt. Wie umfassend die Aktivitäten ausfallen, beeindruckt allerdings: In einer ganzen Fülle an Pressemeldungen kündigt Cavium nicht nur die ThunderX-Baureihen CN88xx und CN87xx an, sondern auch Kooperationen mit Gigabyte (Server-Barebones) und HP (ProLiant Moonshot), dem Open Compute Project (OCP) sowie zahlreichen Software-Partnern: Fedora Project und OpenSuse (Linux), Xen Project (Virtualisierung), Monta Vista (Carrier-Grade-Linux, Software-defined Networking), Oracle (JAVA SE 8) und AMI (UEFI-Firmware).

Die ThunderX-SoCs gehören zu den rechenstärksten bisher angekündigten ARMv8-Kombiprozessoren: Die größten Versionen CN88xx_x besitzen 24 bis 48 64-Bit-Kerne, die Cavium selbst entwickelt hat. Über den Cavium Coherent Processor Interconnect (CCPI) lassen sich zwei dieser Chips zusammenschalten. Pro Chip stehen vier Speicherkanäle für DDR3- oder DDR4-SDRAMs mit bis zu 1,2 GHz Taktfrequenz (DDR4-2400) bereit, eine Dual-Socket-Konfiguration kann maximal 1 TByte RAM ansteuern. Die schwächeren CN87xx_x-Typen begnügen sich mit 8 bis 16 Kernen, die aber ebenfalls bis zu 2,5 GHz erreichen sollen. Alle ThunderX-SoCs entstammen der 28-Nanometer-Fertigung.

Cavium baut auch 10-Gigabit- und 100-Gigabit-Ethernet-Controller sowie weitere Schnittstellen-Controller (PCIe 3.0, SATA 6G) und Hardware-Beschleuniger ein und spricht von "Workload Optimized Processors". Sowohl in der Famile CN88xx_x als auch in der Familie CN87xx_x gibt es die Varianten CP (Compute), Storage (ST), Networking (NT) und Secure Compute (SC).

Produktmuster verspricht Cavium für das vierte Quartal 2014. Vorher sollen beispielsweise der X-Gene von Applied Micro starten und auch der AMD Opteron A1100 "Seattle". (ciw)