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CES

88 Zoll: LG stellt weltgrößtes 8K-Display mit OLED-Technik vor

Dank OLED-Technik soll das 8K-Display kräftige Farben und sattes Schwarz anzeigen -- und das auf einer Bilddiagonale von 2,24 Metern.

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88 Zoll: LG stellt weltgrößtes 8K-Display mit OLED-Technik vor

8K-OLED-Display mit 2,24 Meter Bilddiagonale.

(Bild: LG)

Das weltweit erste 88-Zoll-Display mit OLED-Technik will der koreanische Hersteller LG auf der Branchenmesse CES zeigen. Sie findet vom 9. bis 12. Januar in Las Vegas statt. Das Display löst mit 7680 × 4320 Bildpunkten auf und setzt seine Einzelbilder aus jeweils rund 33 Millionen Pixeln zusammen – also aus vier Mal so vielen wie ein UHD/4K-Display mit 3840 × 2160 Punkten und folglich 8,3 Millionen Pixeln. Die Bilddiagonale des Displays beträgt umgerechnet knapp 2,24 Meter. Weitere technische Details hat LG bis dato noch nicht mitgeteilt. Wann und zu welchem Preis das Display erhältlich sein wird, ist ebenso unbekannt.

Bereits im März 2018 will etwa die japanische Firma Sharp ihren 8K-Fernseher Aquos 8K LC-70X500 (ab 8999,99 €) in Europa auf den Markt bringen. Der auf LCD-Technik setzende 8K-TV ist zwar bereits in den Preissuchmaschinen gelistet, ein Preis ist allerdings noch nicht bekannt. In Ostasien kostet das Gerät umgerechnet rund 7400 Euro. Abseits vom vergleichsweise hohen Preis ist vor allem die Verfügbarkeit von 8K-Inhalten das größte Problem. Zwar skaliert etwa der Sharp-Fernseher auch Full-HD- und UHD/4K-Inhalte selbstständig hoch, für einen wirklich besonders scharfen Bildeindruck wird aber pixelgenaues 8K-Material benötigt.

Im Oktober 2016 hat Sharp den ersten Satellitenempfänger für das 8K-TV-Format Super Hi-Vision vorgestellt.

(Bild: Sharp)

Die Japaner haben dafür die Weichen gestellt: In Japan soll die kommerzielle Ausstrahlung von 8K-Inhalten bereits im Dezember 2018 beginnen – zum Empfangen der Signale sind wiederum spezielle Receiver erforderlich. Die 2020 in Tokio stattfindenden Olympischen Sommerspiele will Japan bereits in der 8K-Auflösung übertragen. Erste 8K-Broadcasting-Feldversuche finden in Japan bereits seit Mitte 2016 statt. Aufgrund der hohen zu übertragenden Datenmenge ist die Echtzeit-Verarbeitung von 8K-Inhalten äußerst bandbreiten- und rechenintensiv.

Deutsche Fernsehzuschauer können von derartigen Auflösungen bislang nur träumen – hier sind 720p oder 1080i noch das Maß der Dinge. Quellen für 4K-Inhalte sind neben kostenlosen Streaming-Portalen wie Youtube auch kommerzielle Online-Services wie Netflix, Amazon Video und iTunes. In eher seltenen Fällen ist auch der ein oder andere 4K-Inhalt in den Mediatheken der Fernsehsender zu finden, etwa "Die Bergretter" in der ZDF-Mediathek. (mfi)

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