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900 Millionen Android-Geräte aktiviert

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Maps lernt viel dazu und bekommt ein besseres, großzügigeres Design – auf dem Desktop und auf Android-Geräten.

Am Mittwoch Abend startete Googles jährliche Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco. In einer langen Keynote gab es viele kleine und große Neuerungen zu sehen, sodass die drei Stunden kurzweilig waren, obwohl neue Android-Hardware (wie ein spekuliertes Nexus 7 mit Full-HD-Display) ausblieben. So zeigte Vic Gundotra ein neues Layout für Google+ samt erweiterten Fähigkeiten der Foto-Cloud, es gab eine Art Desktop-Version von Google Now zu sehen, und Google Maps lernt dazu. Auch die erwarteten Musikabo- und Gaming-Dienste tauchten auf, ebenso die Zusammenlegung der Cloud-Speicher. Schließlich kündigte Google für Entwickler an, die IDE Eclipsed durch IntelliJ zu ersetzen.

Innerhalb eines Jahres hat sich die Anzahl der aktivierten Android-Geräte mehr als verdoppelt – von 400 Millionen Geräten im Mai 2012 auf 900 Millionen 2013. Googles Android-Chef Sundar Pichai nannte die Zahlen im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco. Außerdem hätten die Nutzer mittlerweile 48 Milliarden Apps aus Google Play heruntergeladen – derzeit rund 2,5 Milliarden pro Monat. Dennoch ist der Konkurrent Apple weiterhin eine Nasenlänge voraus: Im Appstore soll bald die 50-Milliardenste App heruntergeladen werden.

In Deutschland verweigert einem Play noch den Zugang zum Streaming-Dienst.

Vor allem Android-Smartphones wurden aktiviert, hinzukommen noch Tablets und ein paar wenige Kameras – genauer aufgeschlüsselte Zahlen nannte Google nicht. Erfasst werden nur Geräte, die Google zertifiziert hat und die somit über Play aktiviert wurden. Vor allem Billig-Geräte aus China werden somit nicht gezählt; auch Amazons Tablets der Fire-Reihe fallen durchs Raster.

Unter den ersten auf der Konferenz vorgestellten Neuerungen war die Möglichkeit, Spielstände in der Cloud zu speichern, um nahtlos auf verschiedenen Geräten spielen zu können. Außerdem bietet der Suchmaschinen-Konzern nun einen Musikstreaming-Dienst an, der mit vorhandenen Konkurrenz-Angeboten wie Spotify vergleichbar ist. Ein unbegrenzter Zugang kostet 9,99 US-Dollar im Monat und wird vorerst nur in den USA nutzbar sein. (hcz)