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ADAC: Elektroautos durchweg insgesamt teurer als herkömmliche Autos

Der ADAC hat die tatsächlichen Kilometerkosten für Elektroautos mit vergleichbaren Varianten mit Verbrennungsmotoren gegenübergestellt. Ein Ergebnis: 5000 Euro Förderprämie könnte die höheren Anschaffungskosten nicht kompensieren.

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Citroen C-Zero

Citroen C-Zero

(Bild: Citroen)

Elektroautos sind über eine Haltedauer von vier Jahren teurer als Autos mit herkömmlichem Antrieb. Das hat der ADAC herausgefunden, der die tatsächlichen Kilometerkosten der in Deutschland erhältlichen Elektroautos mit den entsprechenden Benzin- und Dieselmodelle verglichen hat.

Verglichen hat der ADAC Modelle von BMW, Citroen, Ford, Kia, Mercedes-Benz, Mistubishi, Nissan, Peugeot, Renault und WV. Für den e-Up von VW beispielsweise veranschlagte der Automobilclub einen Verbrauch von 11,7 kWh und einem Anschaffungspreis von 27.200 Euro. Dazu kommen Kosten für Werkstatt und Reifen, Fix- und Betriebskosten sowie der Wertverlust. Daraus errechnete der ADAC inklusive Steuern monatliche Gesamtkosten von 574 Euro oder 45,9 Cent pro Kilometer. Beim Superbenziner Up! 1.0 BMT geht der ADAC von 4,1 Liter Verbrauch aus und kommt auf 31,1 Cent Kosten pro Kilometer. In der Anschaffung sei er 12.000 Euro günstiger als der Benziner.

Hier sieht der ADAC auch den entscheidenden Haken. Die 5000 Euro Förderung für Elektroautos, die derzeit im Gespräch ist, könne die höheren Kosten für Elektroautos nicht kompensieren. Der E-Golf koste mindestens 34.900 Euro, ein Zweiliter-TDI 26.375 Euro und ein Benziner mit 110 PS 23.800 Euro.

Auch bei anderen Herstellern seien die Preise für die E-Varianten zu hoch, allerdings im Vergleich zu Benzinern oder Dieselautos nicht so krass wie im obigen Beispiel. E-Autos seien in den meisten Fällen knapp 10 Cent pro Kilometer teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Einzelne Stromer wiesen aber tatsächliche Kosten auf, die nahe an denen der VerbrennungsKonkurrenz liegen. Die Elektro-B-Klasse von Mercedes sei 1,2 Cent teurer als ein vergleichbarer Benziner. Der Kia mit E-Antrieb sei etwa fünf Cent teurer, der Citroen C-Zero ebenso.

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BMW produziert den i3 seit September 2013, in Deutschland wurde er ab November 2013 ausgeliefert. Grundpreis: 35.000 Euro. BMW gibt die Reichweite mit bis zu 200 km im Alltagsbetrieb an.

(anw)

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