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ADAC warnt vor übereilten Aktionen gegen Handy-Sünder

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Der ADAC warnte die Politiker vor übereilten Aktionen bei Verstößen gegen die Handy-Nutzung am Lenkrad. "Es macht keinen Sinn, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen", sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl der Nachrichtenagentur dpa in München als Reaktion auf eine mögliche Strafverschärfung. Es sei zu früh, über eine Verschärfung nachzudenken. Auch bei der Einführung der Gurtpflicht Anfang der siebziger Jahre habe es eine gewisse Zeit gedauert, bis sich die Autofahrer auf die neue Regelung eingestellt hätten. Statt die Strafen zu verschärfen, sollten die Autofahrer verstärkt kontrolliert und Verstöße gegen das Handy-Verbot wie bisher geahndet werden, sagte Reindl.

Derzeit zahlt man 60 Mark Verwarnungsgeld, wenn man sich als Autofahrer beim Telefonieren im Straßenverkehr erwischen lässt. Lediglich wer eine sprachgesteuerte Freisprecheinrichtung nutzt – weder Rufnummernwahl noch Anrufannahme dürfen manuell erfolgen –, darf auch während der Fahrt telefonieren. Verkehrsminister Bodewig erwägt nun das Verwarnungsgeld auf 80 Mark zu erhöhen und zusätzlich einen Strafpunkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu verhängen, weil das Verbot anscheinend kaum eingehalten werde. (dpa) (dz)