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AKW Mülheim-Kärlich: Abriss des Kühlturms stockt

Die eigens für den Abriss des Kühlturms des AKW entwickelte Spezialmaschine muss nachgebessert werden.

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AKW Mülheim-Kärlich: Abriss des Kühlturms stockt

(Bild: dpa / Thomas Frey)

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Der erst kürzlich begonnene Abriss des Kühlturms am stillgelegten Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich ist ins Stocken geraten. Grund ist, dass an der eigens dafür entwickelten Spezialmaschine – eine Art Bagger auf Rädern – nachgebessert werden muss, wie RWE-Sprecherin Dagmar Butz am Dienstag der dpa sagte. Konkret geht es demnach um die Hydraulik, die die Kraft auf die Räder der zehn Tonnen schweren Maschine bringt.

Es seien Teile bestellt, die aber noch nicht angekommen seien. "Das wird noch einige Tage dauern", sagte Butz. An dem Zeitplan, dass der ursprünglich 162 Meter hohe Turm bis Ende 2018 abgerissen sein soll, habe sich aber nichts geändert. Die ersten 15 bis 20 Meter unterhalb der ehemaligen Mauerkrone seien schon weg.

Die Abrissmaschine mit einer zackenbewehrten Zange an einem Greifarm sei ein Prototyp, sagte Butz. Es handelt sich den Angaben zufolge um die Weiterentwicklung eines beim Abriss von Industrieschornsteinen genutzten Geräts. Bei solchen Neuerungen tauchten immer mal wieder "Kinderkrankheiten" auf.

Sieben AKW sind noch in Deutschland in Betrieb (7 Bilder)

Seit März 1984 ist C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – soll 2021 folgen. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(anw)