AKW Philippsburg 2 geht endgültig vom Netz

Mit Block 2 des Atomkraftwerks Philippsburg wird am Silvestertag das vorletzte AKW im Südwesten abgeschaltet.

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AKW Philippsburg

(Bild: EnBW)

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Nach 35 Jahren Betrieb geht am Dienstag in Philippsburg in Baden-Württemberg das vorletzte im Südwesten noch laufende Atomkraftwerk für immer vom Netz. Block 2 des AKW soll am heutigen Silvestertag gegen 19 Uhr heruntergefahren werden.

Damit läuft das AKW bis zum letztmöglichen Tag – allerdings ein paar Stunden kürzer als gesetzlich erlaubt gewesen wäre. Im Rahmen des Atomausstiegs war festgeschrieben worden, dass das AKW spätestens bis 31. Dezember um Mitternacht stillgelegt sein muss. Danach produziert im Südwesten nur noch Neckarwestheim 2 im Kreis Heilbronn Atomstrom. Das Atomkraftwerk muss bis spätestens Ende 2022 abgeschaltet sein.

Philippsburg 2 deckte bislang ein Sechstel des Strombedarfs in Baden-Württemberg ab. Nach Angaben des Energieversorgers EnBW soll im kommenden Jahr bereits mit dem Rückbau begonnen werden. Die bereits stillgelegten Reaktoren Obrigheim, Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1 werden schon seit Jahren zurückgebaut.

Die Bundesregierung hatte den beschleunigten Atomausstieg nach der Erdbebenkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 beschlossen. Demnach sollen bis Ende 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sein.

Sechs AKW sind noch in Deutschland in Betrieb (7 Bilder)

Seit März 1984 ist C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – soll 2021 folgen. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(anw)