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AMD FirePro S9170: Erste Server-Grafikkarte mit 32 GByte Speicher

Satte 32 GByte Speicher bietet die Server-Grafikkarte FirePro S9170 von AMD. Ihre GPU hat 2816 Rechenkerne. Erhältlich sein soll die neue FirePro noch im dritten Quartal.

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AMD FirePro S9170

(Bild: AMD)

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AMD FirePro S9150
AMD FirePro S9150 ab € 6240,–

Die weltweit erste 32-GByte-Grafikkarte FirePro S9170 hat AMD kurz vor der Supercomputing-Konferenz ISC 15 vorgestellt. Sie ist für den Einsatz in Servern gedacht und besticht durch eine sehr hohe Rechenleistung bei doppelter Genauigkeit (Double Precision/DP). Sie soll daher für besonders rechenintensive Anwendungen gedacht, etwa in den Bereichen Öl- und Gasexploration, Erdbebenforschung oder für die Rüstungsindustrie. Die FirePro S9170 ergänzt die vor rund einem Jahr vorgestellten Server-Rechenkarten FirePro S9150 und S9050, die allerdings mit "nur" 16 beziehungsweise 12 GByte Videospeicher ausgestattet sind.

Die FirePro S9170 im Vergleich mit ihren schwächeren Abkömmlingen.

(Bild: AMD)

Die S9170 verwendet den gleichen Grafikchip wie die S9150. Er stammt aus der Hawaii-Serie, enthält 2816 Rechenkerne und ist zu OpenCL 2.0, OpenMP 4.0 und OpenACC kompatibel; zum Nvidia-exklusiven CUDA freilich nicht. Die S9170-GPU läuft allerdings ein wenig schneller (930 statt 900 MHz) und schafft dementsprechend 2,62 statt 2,53 Billionen Gleitkommaberechnungen pro Sekunde (TFlops) bei doppelter Genauigkeit. Bei einfacher Genauigkeit erreicht die GPU die doppelte theoretische Rechenleistung. In der Praxis bleibt üblicherweise etwas mehr als die Hälfte übrig.

Hinsichtlich des Speicherinterfaces gleichen sich beide FirePros (512 Bit, 320 GByte/s), nicht aber bei der Speichermenge. Die verdoppelt AMD bei der S9170 auf satte 32 GByte – selbst bei Multiplikationen mit richtig dicken Matrizen dauert es eine Weile, bis der VRAM voll ist. Optional lässt sich auch der ECC-Speicherschutz aktivieren.

Die höhere Leistung und Speichermenge schraubt die Leistungsaufnahme um 40 Watt auf 275 Watt. Optional lässt sich die Leistungsaufnahme auf 235 Watt begrenzen. Einen Lüfter setzt AMD auf der FirePro S9170 wie bei Server-Karten üblich nicht ein, da die Karte in den Kühlkreislauf der Server-Racks eingebunden wird. Auch Display-Anschlüsse lässt AMD weg, schließlich ist die Karte tatsächlich nur fürs blanke Rechnen gedacht.

Die FirePro S9170 wird direkt von AMD produziert und verkauft. Die Auslieferungen sollen Ende des dritten Quartals beginnen. Wieviel die FirePro S9170 kosten soll, hat AMD verschwiegen. (mfi)