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AMD: Fusion heißt jetzt Fusion

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Im Bestreben, den nächsten Schritt als erstes und als erster zu tun ("Next Thing First"), startet AMD am 18. September weltweit eine großangelegte Werbekampagne, um den Namen für den fürs nächste Jahr geplanten CPU-GPU-Kombi-Chip mit bisherigem Codenamen Fusion bekannter zu machen. Zur allgemeinen Überraschung wird dieser jetzt offiziell unter dem Markennamen ("Brand") Fusion vermarktet. Fusion ist aber nun auch ein Name für ein von AMD weiter aufgefasstes Themenfeld, nämlich die Verschmelzung von CPU und GPU beziehungsweise das Konzept, Grafikchips als Applikationsbeschleuniger oder Coprozessoren (General-Purpose-GPU/GPGPU) zu nutzen. Als Belege für das Zusammenwachsen von CPU und GPU und die wachsende Bedeutung von Grafikprozessoren erwähnt AMD auch die Spielkonsolen Microsoft Xbox 360 und Nintendo Wii, in denen jeweils von ATI entwickelte Grafik-Engines stecken.

Fusion soll sowohl für Desktop-Systeme mit hoher 3D-Spieltauglichkeit, aber auch für Notebooks und Server eingesetzt werden, wo der integrierte Grafikprozessor als numerischer Koprozessor der CPU helfen soll, so wie es jetzt schon bei FireStream-Karten mit externen Grafikchips der Fall ist. Mehr zu Fusion verrät AMD auf fusion.amd.com.

Schon jetzt soll die Fusion-Strategie Vorteile bringen: Das Windows-Utility "Fusion for Gaming" soll bestimmte Rechner mit AMD-Hauptprozessor, AMD-Grafikkarte und AMD-Chipsatz optimieren können.

Die Fusion-Strategie hatte AMD kurz nach der Übernahme der Grafikchipfirma ATI verkündet. Seither hat es einige Vorab-Informationen dazu gegeben; als Codename der ersten Mobilplattform mit APU (Accelerated Processing Unit) nannte AMD zuletzt Swift.

Konkrete Termine für neue Produkte nennt AMD im Rahmen der Kampagne "The Future is Fusion" nicht. Kürzlich gab es Spekulationen, wonach erste APUs für PCs und Notebooks vielleicht erst 2010 im Handel auftauchen könnten. 2009 dürfte aber beispielsweise von Intel mit Moorestown eine CPU-GPU-Northbridge-Kombination für Mobile Internet Devices kommen, auch ein Nachfolger der aktuellen Atom-200-Prozessoren für Netbooks/Nettops könnte als integrierter CPU-GPU-Chip kommen, man spekuliert über den Namen Pineview. Eine besonders sparsame Prozessorarchitektur für Mobilgeräte entwickelt AMD unter dem Namen Bobcat; wann die ersten dieser Prozessoren erscheinen sollen, ist aber bislang völlig offen. (as)