AMD Radeon Fury: HBM-Grafikkarten für 4K und VR ab 24. Juni

AMD hat die neue GPU-Generation Fiji mit HBM-Stapelspeicher enthüllt. Die Technik kommt auf vier Grafikkarten zum Einsatz, von denen die Radeon R9 Nano sehr kompakt und effizient ausfallen soll. Alle Karten sollen sich für 4K- und VR-Gaming eignen.

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AMD HBM-Grafikkarte "Fury"
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Von
  • Martin Fischer

AMD hat im Rahmen der E3 seine neue Grafikkarten-Generation Radeon R9 Fury angekündigt. Sie besteht aus vier Grafikkarten, die Fiji-GPUs mit HBM-Stapelspeicher für hohe Transferraten von bis zu 512 GByte/s kombinieren. Alle vier Karten sollen sich zum Spielen in 4K-Auflösung und auf VR-Brillen eignen. Alle Fury-Grafikkarten unterstützen die 3D-APIs DirectX 12 und Vulkan, Angaben zum Direct3D-Funktionsniveau machte AMD allerdings nicht.

AMDs Radeon Nano: Superkompakt, HBM-Speicher, maximal 175 Watt und laut AMD signifikant schneller als die Radeon R9 290X.

(Bild: AMD)

Das Single-GPU-Flaggschiff Radeon R9 Fury X mit einer einzelnen Fiji-GPU soll ab dem 24. Juni für 649 US-Dollar erhältlich sein, schluckt bis zu 275 Watt und wird mit einer fest angebundenen Wasserkühlung ausgeliefert. Die 3D-Leistung der Fury X soll im Bereich von Nvidias 750-Euro-Grafikkarte GeForce GTX 980 Ti liegen. Allerdings wird die Fury X, wie auch alle anderen Fiji-HBM-Grafikkarten, maximal 4 GByte Speicher bieten. Euro-Preise nannte AMD noch nicht.

Die luftgekühlte Variante Radeon R9 Fury (ohne X) für 549 US-Dollar erscheint laut AMD am 14. Juli. Sie dürfte langsamer ausfallen als die Fury X, aber auch für diese Karte hat AMD noch keine Spezifikationen veröffentlicht.

[Update:] Gegenüber heise online erklärte AMD, dass die Radeon R9 Fury HDMI 2.0 nicht unterstützen wird, also 4K-Auflösungen per HDMI höchstens mit 30 Hz ausgeben kann. Den Kopierschutz HDCP 2.2 unterstützt die Fury-Serie ebenfalls nicht und wird deshalb die zukünftig erscheinenden 4K-Blu-rays nicht abspielen können. HDCP 2.2 könnten künftig auch manche Streaming-Anbieter von 4K-Filmen verpflichtend einführen. [/Update]

AMD liefert die Radeon Fury X mit Wasserkühlung für 649 US-Dollar aus. Erhältlich soll sie ab 24. Juni sein.

(Bild: AMD)

Besonders kompakt ist die Radeon R9 Nano mit 6 Zoll (15,3 Zentimetern) Länge, die trotzdem schneller sein soll als eine Radeon R9 290X, die bis zu 275 Watt Leistung aufnimmt. Die Nano soll lediglich 175 Watt schlucken und die doppelte Performance pro Watt liefern. Die Karte soll noch im dritten Quartal erscheinen und eignet sich für kompakte Gaming-Systeme, etwa Steam Machines.

Noch in diesem Jahr plant AMD außerdem eine Dual-GPU-Grafikkarte mit HBM-Technik für besonders anspruchsvolle 4K- und VR-Spiele herauszubringen – wohl auch als "Project Quantum" in einem speziellen Gehäuse.

Im Zuge der Fiji-Ankündigung stellte AMD auch neue Modelle der Radeon-300-Serie vor: Radeon R7 360 (109 US-Dollar), R7 370 (149 US-Dollar), R9 380 (199 US-Dollar), R9 390 (329 US-Dollar) und R9 390X (429 US-Dollar). Die Karten basieren größtenteils auf ihren Vorgängern der Radeon-200-Serie, bieten aber teilweise höhere Taktfrequenzen oder mehr Videospeicher. So hat die Radeon R9 390/390X etwa 8 GByte VRAM, ihre Vorgänger R9 290/290X "nur" 4 GByte. Diese 300er-Karten sollen ab Ende der Woche erhältlich sein. (mfi)