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AMD Radeon Pro WX 3200: Profi-Grafikkarte mit 50 Watt TDP für 199 US-Dollar

AMD erweitert seine Workstation-Serie um die Grafikkarte Radeon Pro WX 3200. Sie ist besonders kompakt und nutzt die Pro-Treiber mit 10-Bit-Unterstützung.

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(Bild: AMD)

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AMDs Aufgebot an Workstation-Grafikkarten erhält ein neues Einsteigermodell. Die Rechenleistung ist in dieser Preisklasse zweitrangig, primär geht es um die Unterstützung der Profi-Treiber. Diese sind für Anwendungen optimiert und schalten Funktionen frei, welche die Desktop-Grafikkarten nicht nutzen können, darunter die mögliche Darstellung von 10 Bit pro Farbkanal. Zertifizierungen für Software-Lösungen, darunter AutoDesk, Dassault, Siemens NX, Solid Edge und Creo, sollen eine hohe Stabilität garantieren.

Die Radeon Pro WX 3200 kommt als flache Half-Height-Grafikkarte daher und fällt mit 168 mm kurz aus. Als Single-Slot-Ausführung belegt sie lediglich einen Steckplatz, womit sie in kleine Workstations passt. Die Kühlung übernimmt wie bei der WX-Serie üblich ein Radiallüfter, der Frischluft durch einen daneben liegenden Kühlkörper drückt.

Auf dem Board sitzt ein Grafikchip des Typs Polaris 12, der mit 640 Shader-Rechenkernen daherkommt. Laut AMD schafft die Grafikkarte 166 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde bei einfacher Genauigkeit (1,66 FP32-TFLOPS). Den GPU-Takt gibt AMD nicht explizit an, die Zahlen sprechen jedoch für einen maximalen Boost von 1.300 MHz.

Die 4 GByte GDDR5-RAM sind über 128 Leiterbahnen mit der GPU verbunden. Bei einem Takt von 3.000 MHz erzielt die Radeon Pro WX 3200 eine Transferrate von 96 GB/s. Wichtig: Eine ECC-Fehlerkorrektur beherrscht der Speicher nicht. Dank einer TDP von 50 Watt wird kein zusätzlicher PCI-Express-Stromstecker benötigt – die komplette Energieversorgung erfolgt ausschließlich über den PEG-Steckplatz. Displays lassen sich über vier Mini-DisplayPort-Anschlüsse nach dem Standard 1.4 ansteuern.

(Bild: AMD)

Im Desktop-Bereich ist die Radeon Pro WX 3200 mit der Radeon RX 550 in der LE-Ausführung vergleichbar. Sie nutzen die gleiche Polaris-12-GPU mit 640 FP32-Shadern. Der größte Unterschied liegt bei der Speicherkapazität und in der Treiber-Unterstützung: Die RX-Grafikkarten sind mit 2 GByte GDDR5-RAM ausgestattet und laufen nur mit den Consumer-Treibern. Der Vorgänger der Radeon Pro WX 3200, die Radeon Pro WX 3100, nutzte eine teildeaktivierte Polaris-12-GPU mit 512 FP32-Shadern.

(mma)