Menü

AMD Radeon RX 600: Alte Grafikkarten für Komplett-PCs neu aufgelegt

AMD hat die Grafikkartenserie Radeon RX 600 ins Leben gerufen. Käufer sollten allerdings keine neuen (Navi-)GPUs wie bei den Radeon RX 5700 erwarten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 48 Beiträge

(Bild: AMD)

Von

Für Komplett-PCs stellt AMD die vermeintlich neue Grafikkartenserie Radeon RX 600 vor. Doch anders als der Name suggeriert, kommen alte Grafikchips zum Einsatz. AMD hat seine Produktseite um fünf alte Modelle im neuen Gewand erweitert: Die Radeon RX 640, Radeon 630, Radeon 625, Radeon 620 und Radeon 610,

Dabei handelt es sich um einen typischen "OEM-Refresh", der einzig dazu dient, ein vermeintlich neues Produkt in Komplett-PCs anbieten zu können.

Laut den Spezifikationen sind die Radeon RX 640 und Radeon 630 noch die interessantesten Grafikkarten: Beide verwenden einen Grafikchip aus der Polaris-Generation. Die 640 beziehungsweise 512 Shader-Rechenkerne sprechen für die kleine Polaris-12-GPU.

AMD stellte diese bereits im Herbst 2016 als Radeon Pro 450 vor. Die GPU beherrscht bereits DisplayPort 1.4 für Ultra HD (3840 × 2160 Pixel) bis 144 Hertz und 4K-Kodierung samt HEVC-Codec.

Einen Einschnitt gegenüber der Vorgängergeneration nimmt AMD beim Speicher-Interface vor: Obwohl der GDDR5-RAM mit 3500 statt 3000 MHz läuft, sinkt die Übertragungsrate von 96 auf 56 GB/s. Grund dafür ist eine Halbierung der Leiterbahnen zwischen RAM und GPU von 128 auf 64. AMD versieht die Radeon RX 640 und Radeon 630 beide mit 4 GByte.

Die Radeon 625, Radeon 620 und Radeon 610 unterstützen DisplayPort 1.4 und die modernen Codecs nicht, sind also mit einem älteren Grafikchip ausgestattet. Die 320 bis 384 Shader-Rechenkerne sprechen für AMDs Oland-GPU aus der ersten Generation der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN).

Die wirklich neuen Navi-Grafikkarten nennt AMD Radeon RX 5700. Dadurch kann man sie einfach von der OEM-Reihe Radeon (RX) 600 abgrenzen. (mma)