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AMD Radeon Technologies Group: Gebündelte Grafiksparte für Kampf gegen Nvidia

AMD gründet die Radeon Technologies Group, um Grafiktechnik im Unternehmen zu bündeln und sich in Zukunftsmärkten eine Führungsposition zu erobern. Doch der Weg wird steinig und schwer.

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AMD Radeon Graphics Group: Gebündelte Grafiksparte für Kampf gegen Nvidia

AMD bündelt seine Grafik-Bereiche unter der neu gegründeten Sparte "Radeon Technologies Group". Den Vorsitz übernimmt der GPU-Spezialist Raja Koduri, der fortan die Rolle als Senior Vice President und Chief Architect innehat und der AMD-Chefin Lisa Su untersteht. Dabei ist er verantwortlich für sämtliche Grafiktechniken von AMD, von diskreten GPUs über Embedded-Chips bis hin zum GPGPU-Computing.

Raja Koduri übernimmt den Vorsitz der Radeon Graphics Group.

AMD-Chefin Lisa Su plant mit der Maßnahme, die Grafiksparte des Unternehmens zu stärken und unter anderem in Zukunftsbereichen wie Virtual und Augmented Reality zum Marktführer zu avancieren. Um detaillierte VR-Welten flüssig darzustellen, müssen Grafikchips enorm leistungsfähig sein – selbst aktuelle High-End-Grafikkarten geraten in der virtuellen Realität leicht ins Straucheln.

AMD dreht mit der Gründung der Radeon Technologies Group die mit der Übernahme von AMD im Jahr 2006 vollzogene Integration des ursprünglichen ATI-Grafikbereichs in Teilen zurück und fügt die im Unternehmen verstreuten Ressourcen unter neuem Dach zusammen. Raja Koduri erklärte, dass man mit der Radeon Technologies Group einen Platz schaffen wolle, an dem sich die besten Köpfe der Grafikindustrie sammeln.

AMD setzt Hoffnung auf Grafikkarten mit Fiji-GPUs und HBM-Speicher, etwa die Radeon R9 Fury X.

(Bild: c't)

Allerdings wird es für AMD schwer, allein mit einer Restrukturierung die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Denn nicht nur der CPU-, sondern auch der GPU-Marktanteil rasselte innerhalb der vergangenen Jahre in den Keller. Bei diskreten GPUs liegt er bei laut Jon Peddie Research im Q2 2015 bei nur noch 18 Prozent (Q2/2015), 82 Prozent der verkauften Grafikkarten kamen demnach von Nvidia. Vor einem Jahr lag der GPU-Marktanteil noch bei rund 38 Prozent. Im CPU-Bereich steht die Firma gegenüber Intel prozentual noch schlechter da.

Im Juni 2015 stellte AMD neue Grafikkarten mit HBM-Speichertechnik und Fiji-Grafikchips vor, die sehr leistungsfähig, aber auch sehr teuer sind. Ab dem heutigen Donnerstag soll die besonders kompakte Variante Radeon R9 Nano für rund 700 Euro erhältlich sein, allerdings sind in Deutschland noch keine Exemplare gelistet. (mfi)

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