Menü

AMD Radeon Vega Frontier Edition: 1200 Euro mit Luftkühlung, 1750 Euro mit Wasserkühlung

Luft- und wassergekühlte Varianten der Radeon Vega Frontier Edition tauchen bei einem ersten Händler für 1200 beziehungsweise 1750 Euro auf.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 60 Beiträge

(Bild: AMD)

Nach dem Marktstart hat Caseking als erster Händler die Radeon Vega Frontier Edition gelistet. Die luftgekühlte Variante kostet 1200 Euro, die wassergekühlte Variante 1750 Euro – lieferbar ist allerdings keine der beiden. Die Grafikkarten sind für professionelle Anwendungen in den Bereichen Visualisierung, Spiele-Entwicklung und Machine Learning / Deep Learning gedacht. Testexemplare hat AMD zum Marktstart im Unterschied an die übliche Vorgehensweise an keine Redaktion herausgegeben. Wie AMD gegenüber heise online erklärte, wird die Frontier Edition auch bei zahlreichen weiteren Shops erhältlich sein; die Firma nannte Alternate und Mifcom als Beispiele.

Die Radeon Vega Frontier Edition wird von einem Vega-10-Grafikchip mit 4096 Shader-Rechenkernen angetrieben. Die Kerne laufen mit einer Basis-Taktfrequenz von 1382 MHz, im Turbo-Modus laufen sie mit bis zu 1600 MHz – sofern die Leistungsaufnahme und Grafikchip-Temperatur unter vorgegebenen Grenzwerten liegen. Als Speicher kommen 16 GByte High Bandwidth Memory 2 zum Einsatz, der über 2048 Datenleitungen (zwei Speicherstapel) mit dem Grafikchip verbunden ist. So erreicht Radeon Vega Frontier Edition eine Transferrate von 483 GByte/s.

Radeon Vega Frontier Edition: Luft- und wassergekühlte Varianten (4 Bilder)

Radeon Vega Frontier Edition: Luftgekühlte Variante

Die luftgekühlte Variante nutzt zur Kühlung einen Radiallüfter, der die Wärme der GPU durch die Kühllamellen aus dem Gehäuse befördert. Damit das funktioniert, sitzen die Display-Anschlüsse am Slotblech direkt vertikal übereinander, der Rest des Slotblechs bleibt Luftaussparungen vorbehalten. Vier 4K-Displays darf die Radeon Vega Frontier Edition gleichzeitig ansteuern – drei über DisplayPort 1.4 und ein Display über HDMI 2.0.

Die integrierte Video-Engine der Vega-GPU soll mit allen aktuellen Videoformaten umgehen können, also auch H.265/HEVC-Videos im 4K-Format kodieren und dekodieren. Ob Vega-Grafikkarten etwa für die Wiedergabe von kopiergeschützten 4K-Videostreams von Netflix freigegeben werden, ist unklar. Derzeit funktioniert das nur mit den integrierten Grafikeinheiten von Kaby-Lake-Prozessoren (Core i-7000) und ausgewählten Nvidia-Pascal-Grafikkarten bei Verwendung ganz bestimmter Grafiktreiber-Versionen.

Die Leistungsaufnahme der luftgekühlten Variante gibt AMD mit 300 Watt an, die der wassergekühlten mit 375 Watt. Beide Karten müssen über je zwei achtpolige PCIe-Stromstecker mit dem Netzteil verbunden werden. AMD empfiehlt für den Betrieb einer Radeon Vega Frontier Edition ein Netzteil mit mindestens 850 Watt Leistung. (mfi)