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AMD Radeon Vega Frontier Edition: Marktstart ohne Karten

AMDs neue Workstation-Grafikkarte Radeon Vega Frontier Edition soll heute in den Handel gelangen. Bei deutschen Händlern ist die erste Vega-Grafikkarte jedoch nicht verfügbar.

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AMD Radeon Vega Frontier Edition: Marktstart ohne Karten

AMD Radeon Vega Frontier Edition

(Bild: AMD)

Als erste Grafikkarte mit Vega-Grafikchip soll die Radeon Vega Frontier Edition heute in den Handel gelangen. Bei deutschen Händlern ist sie derzeit allerdings noch nicht aufgeführt. Auf Anfrage von heise online hat AMD weitere Informationen in Aussicht gestellt, bat aber noch um Geduld. Der US-Händler SabrePC hat bereits seit Mitte Juni luft- und wassergekühlte Varianten der Frontier Edition für 1200 beziehungsweise 1800 US-Dollar gelistet; sie sind jedoch derzeit nicht verfügbar. Die Frontier Edition ist laut den offiziellen AMD-Präsentationsfolien für die Bereiche Produktdesign, fotorealistische Visualisierung und künstliche Intelligenz gedacht.

Keine Testexemplare

Im Unterschied zu früheren Workstation-Produktvorstellungen verteilt AMD zum Marktstart der Vega-Grafikkarte keine Testexemplare an Redaktionen, wie AMD erklärte. Auf Anfrage hieß es, dies sei darin begründet, dass die Karte sich primär an Anwendungen im Bereich der Machine Intelligence beziehungsweise des Deep Learning richte.

Radeon Vega Frontier Edition: Luft- und wassergekühlte Varianten (4 Bilder)

Radeon Vega Frontier Edition: Luftgekühlte Variante

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AMD möchte vor allem verhindern, dass Tester auch Spiele-Benchmarks mit der Radeon Vega Frontier Edition durchführen und so eine ungefähre Einordnung der kommenden Spieler-Grafikkarten Radeon RX Vega vornehmen. AMD will die Radeon RX Vega schließlich erst auf der Branchenmesse Siggraph vorstellen, die vom 30. Juli bis 3. August in Los Angeles stattfindet. Bis dahin sollen dann auch für aktuelle Spiele optimierte Grafiktreiber fertig sein. Zur konkreten Spieleleistung hielt sich AMD bisweilen noch bedeckt – die bisher vorgeführten, kurzen Spieledemos ließen keine Schlüsse auf die tatsächliche 3D-Performance der Vega-Gamerkarten zu.

4096 Kerne, 16 GByte Speicher

Die Radeon Vega Frontier Edition wird von einem Vega-10-Grafikchip mit 4096 Shader-Rechenkernen angetrieben. Sie erreichen zusammen eine Rechenleistung von 13,1 TFlops bei einfacher Genauigkeit (FP32) und 26,2 TFlops bei halber Genauigkeit (FP16). Als Videospeicher kommt High Bandwidth Memory der zweiten Generation zum Einsatz – die beiden 8 GByte-Stapel sind über 2048 Datenleitungen mit der GPU verbunden und kommunizieren mit einer Transferrate von 483 GByte/s.

Die Radeon Vega Frontier Edition unterstützt alle aktuellen 3D-Schnittstellen, etwa DirectX/3D 12, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0, sowie die Compute-Schnittstellen OpenCL 2.0 und DirectCompute 12.

Marktübersicht Grafikkarten (21 Bilder)

Nvidia GTX 1080 Ti

Das schnellste Modell der aktuellen Generation von Nvidia ist gleichzeitig auch die schnellste Single-GPU-Grafikkarte der Welt, die Titan XP ausgenommen. Vor allem für Gamer, die Grafik-Einstellungen ausreizen wollen, bringt die 1080 Ti ordentlich Leistung. So ist sie mit 11 GB GDDR5X-Speicher ausgestattet, der hochgetaktete Pascal-Grafikchip hat außerdem 3584 Shader-Rechenkerne. Im Test erwies sich die Highend-Grafikkarte ideal zum Spielen in 4K. Ihre Leistungsaufnahme hielt sich in Grenzen und auch die Lautstärke war in Anbetracht der Leistung vergleichsweise gering.

(mfi)

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