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AMD-Roadmap: Barton bald, 64-Bit-Prozessoren später

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Der Chip-Hersteller AMD hat am heutigen Freitag den Spekulationen über die Erscheinungstermine der nächsten Prozessoren ein Ende gesetzt und die Roadmap bis zum Herbst konkretisiert. Demnach beginnt bei AMD das 64-Bit-Zeitalter für Server erst im April, für Desktop-PCs sogar erst im September. Bis dahin will AMD die 32-Bit-Prozessoren weiter beschleunigen.

Als erster Schritt soll am 10. Februar der Athlon XP 3000+ mit Barton-Kern erscheinen. Der Barton hat im Vergleich zum aktuellen Athlon-Kern Thoroughbred-B einen von 256 auf 512 KByte vergrößerten L2-Cache und läuft vermutlich nur mit FSB333. Zur Jahresmitte soll mit dem Athlon XP 3200+ die nächste Geschwindigkeitsstufe erscheinen.

Den 64-Bit-Prozessor Opteron will AMD nicht auf der CeBIT im März vorstellen, sondern am 22. April in New York. Damit erscheint der Opteron pünktlich im ersten Halbjahr, wie schon länger angekündigt.

Die Desktop- und Notebook-Variante Athlon 64 verschiebt AMD hingegen auf September, auch wenn sie in den bisherigen Roadmaps noch fürs erste Halbjahr eingetragen war. Zwei Gründe nennt AMD für die weitere Verzögerung: Zum einen skaliere der Barton-Kern so gut, dass derzeit kein Bedarf an einem schnelleren Kern bestehe, der zudem teurer herzustellen sei als der Barton. Zum anderen möchte AMD den Athlon 64 zusammen mit passender Software samt Betriebssystem vorstellen. Zwischen den Zeilen sagt AMD damit, dass erst im Herbst mit 64-Bit-Software von Microsoft zu rechnen ist. Denn die Linux-Unterstützung ist AMD schon lange sicher. Erst vor wenigen Tagen glänzte ein Athlon 64 mit einigen im 64-Bit-Modus ausgeführten Benchmarks. Von Microsofts 64-Bit-Bemühungen führten jedoch gerade mal zu einer Vorführung eines Betriebssytem-Prototypens und einiger eher auf Server ausgerichteten Anwendungen.

Einen ausführlichen Test des Athlon XP 3000+ mit Barton-Kern bringt c't in Ausgabe 4/2003 (ab dem 10. Februar im Handel). (jow)