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AMD Ryzen 3000: BIOS-Updates mit CPU-Fix wegen Fehler verschoben

AMD hat die AGESA-Version 1.0.0.3ABA zurückgezogen, weil sie die PCIe-4.0-Lanes der Ryzen-3000-CPUs teilweise auf das deutlich langsamere PCIe 2.0 einbremste.

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(Bild: Christian Hirsch/c't)

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Mainboard-Hersteller haben von AMD die AGESA-Version 1.0.0.3ABA erhalten, die ein von c't aufgedecktes Problem mit dem Zufallszahlengenerator in den Ryzen-3000-Prozessoren behebt. Wie Community-Manager von Asus und Gigabyte ausführen, hat AMD die Verbreitung der AGESA 1.0.0.3 ABA jedoch wieder untersagt. Die Hersteller dürfen keine darauf basierenden BIOS-Updates verteilen.

Der fehlerhafte Zufallszahlengenerator verhindert ein Booten zahlreicher Linux-Distributionen und unter Windows unter anderem den Start des Shooters Destiny 2. Die sogenannte AMD Generic Encapsulated Software Architecture (AGESA) enthält unter anderem den Microcode für die Prozessoren. AMD möchte damit den Fehler beheben.

Die gute Nachricht: c't hat ein Beta-BIOS mit der AGESA 1.0.0.3ABA von Asus erhalten, bevor AMD diese zurückgezogen hat. Die Linux-Distribution Fedora 30, mit der sich der Fehler bislang zeigte, ließ sich mit dieser und einem Ryzen 9 3900X auf einem Crosshair VIII Hero tatsächlich booten. Öffentlich hat Asus das BIOS nie angeboten, weil es sich um eine ungetestete Vorabversion handelt.

Laut Asus soll AMD jedoch einen Fehler übersehen haben, der die PCI-Express-Verbindungen teilweise von der Version 4.0 auf 2.0 reduziert. Da PCIe 4.0 eines der Haupt-Features der Ryzen-3000-Prozessoren mit X570-Mainboards darstellt, wäre das fatal.

Bis AMD und dessen Partner den Bug mit dem Zufallszahlengenerator beheben, werden wohl noch einmal Tage vergehen. AMD muss zunächst eine neue AGESA-Version auflegen, auf deren Basis die Mainboard-Hersteller BIOS-Updates ausarbeiten können. Diese müssen im Anschluss getestet werden, bevor sie ihren Weg an die Öffentlichkeit finden. (mma)