AMD Ryzen 3000: Lüfterlose B550-Mainboards mit PCI Express 4.0

Der B550-Chipsatz unterstützt künftig auch Ryzen-4000-Prozessoren. Für 400er- und 300er-Mainboards ist bei Ryzen 3000 Schluss.

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AMD Ryzen 3000: Lüfterlose B550-Mainboards mit PCI Express 4.0

(Bild: AMD)

Von
  • Mark Mantel

AMD stellt seinen B550-Chipsatz als Nachfolger des B450 für neue Mittelklasse-Mainboards vor und verrät damit erstmals die Spezifikationen. Der Chipsatz selbst erfährt den größten Sprung durch den Wechsel von PCI Express 2.0 auf PCIe 3.0. Trotzdem bringt AMD mit der Neuvorstellung den aktuellen PCIe-4.0-Standard in den Mainstream, denn B550-Platinen müssen die PCIe-4.0-Lanes von Ryzen-3000-Prozessoren an die obersten zwei PCI-Express-x16-Steckplätze für Grafikkarten und einen M.2-Slot für eine flotte SSD durchreichen.

Mit dem B550-Chipsatz nimmt AMD einen ungewohnt harten Schnitt vor: Auf entsprechenden Mainboards laufen ausschließlich Prozessoren mit Zen-2- und kommender Zen-3-Architektur, also keine Ryzen 2000 oder Ryzen 3000G (mit integrierter Grafikeinheit). Zudem gibt AMD die nächste Generation Zen 3 alias Ryzen 4000 nur noch für die 500er-Serie frei, nicht aber für 400er- und 300er-Mainboards. Konkrete Gründe für diesen Schritt nennt AMD nicht. Der Speicherplatz der BIOS-Chips dürfte in die Entscheidung hineinspielen, da es bei Ryzen 3000 auf X470 und B450 schon Platzprobleme gab.

Kompatibilitätsübersicht für AMDs AM4-Chipsätze: B550-Mainboards können ausschließlich mit 3000er- und 4000er-Ryzen-CPUs umgehen.

(Bild: AMD)

Die Spezifikationen des B550-Chipsatzes ähneln jenen des B450: Beide stellen je 2 × USB 3.2 Gen 2 (10 GBit/s) und USB 3.2 Gen 1 (5 GBit/s) sowie 6 × USB 2.0 bereit. Weitere 10-GBit/s-Ports kommen vom I/O-Die der Ryzen-3000-Prozessoren. Insgesamt zehn PCIe-3.0-Lanes lassen sich frei für SATA 6G (ein Anschluss pro Lane), M.2-Steckplätze oder Zusatzcontroller verwenden, zum Beispiel schnelles Ethernet. Zudem sind vier SATA-6G-Anschlüsse fest vorhanden.

Unterm Strich können Nutzer in den meisten Fällen jeweils eine PCIe-4.0- und PCIe-3.0-SSD mit einem B550-Mainboard betreiben. Manche Modelle stellen einen dritten M.2-Slot mit PCIe 3.0 x4 bereit, schalten dafür aber SATA-Ports ab oder verwenden PCIe-Lanes der Grafikkarte, darunter ASRocks B550 Taichi und Gigabytes B550 Aorus Master. Mit X470 und B450 war man noch auf eine einzelne flotte PCIe-3.0-SSD mit vier Lanes beschränkt.

Blockdiagramm zum B550-Chipsatz: Statt PCIe 2.0 gibt's jetzt PCIe 3.0.

(Bild: AMD)

Ryzen-3000-Prozessoren lassen sich weiterhin mit B550-Mainboards über den Multiplikator übertakten. Neu ist die Möglichkeit, zwei Grafikkarten mit jeweils acht PCIe-(4.0-)Lanes betreiben zu können – vorher funktionierte die Aufteilung nur mit X570 und X470.

ASRock, Asus, Biostar, Gigabyte und MSI dürfen ihre B550-Mainboards ab sofort zeigen. Der Verkaufsstart beginnt allerdings erst am 16. Juni. Anders als beim X570 verzichten die Hersteller auf einen Lüfter für den Chipsatz.

Erste B550-Mainboards in der Übersicht (5 Bilder)

ASRock B550 Taichi
(Bild: AMD / ASRock)

(mma)