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AMD Ryzen 4000: Notebook-Kombiprozessoren offenbar mit acht Rechenkernen

Ein Händler führt schon zahlreiche Asus-Notebooks auf, unter anderem mit Ryzen 7 4700U und Ryzen 7 4800H.

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Symbolbild: ein Ryzen-Embedded-Kombiprozessor der ersten Generation.

(Bild: Christof Windeck / c't)

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AMDs dritte Kombiprozessor-Generation Ryzen 4000U/H für Notebooks soll dank Zen-2-Architektur nicht nur die Leistung pro Takt erhöhen, sondern mit doppelt so vielen Rechenkernen wie die aktuelle Serie Ryzen 3000U/H erscheinen. Die Modelle Ryzen 7 4700U und Ryzen 7 4800H kommen Gerüchten zufolge mit acht Rechenkernen daher. Darüber soll sich noch der Ryzen 9 4900H mit aktiviertem Simultaneous Multithreading (SMT), also mit 16 statt 8 Threads, positionieren.

Der Reddit-Nutzer "_rogame" hat die Details zu den AMD-Kombiprozessoren mit Codenamen Renoir aus mehreren 3DMark-Benchmarks zusammengetragen. Demnach haben schon mehrere Notebook-Hersteller Testergebnisse in die Datenbank hochgeladen, darunter Asus und HP.

Der spanische Händler LambdaTek listet bereits neun Asus-Notebooks mit AMDs Ryzen 7 4800H und Ryzen 5 4600H. Das H steht bei AMD üblicherweise für Kombiprozessoren mit einer Thermal Design Power (TDP) von 45 Watt. Zwei weitere Notebooks nutzen einen Ryzen 7 4800HS und Ryzen 5 4600HS – das S-Suffix hat AMD bisher nicht genutzt.

Die CPU-Basistaktraten sollen je nach Modell und TDP zwischen 1,7 und 2,4 GHz liegen. Einzelne Rechenkerne könnten sich dank Boost auf über 4,0 GHz beschleunigen.

Die integrierte Grafikeinheit dürfte von schnellerem Speicher profitieren. AMD gibt den RAM-Controller offenbar für DDR4-3200-Speicher frei. Frühere Gerüchte sprachen zudem von noch schnellerem LPDDR4-4266 bei Renoir. Die bisherigen Mobile-Kombiprozessoren können mit DDR4-2400-RAM umgehen, was nicht genügt, um die Shader-Rechenkerne schnell genug mit Daten zu füttern – die GPU wird ausgebremst.

Die nominelle Rechenleistung dagegen soll mit voraussichtlich 13 oder 14 statt maximal 11 Compute Units kaum steigen. Im Gegensatz zu den eigenständigen Grafikkarten Radeon RX 5000 setzt AMD bei den Kombiprozessoren weiter auf die ältere GCN-Architektur alias Vega in 7 Nanometern.

In den vergangenen zwei Jahren hat AMD jeweils die Consumer Electronics Show (CES) im Januar genutzt, um seine neuen Kombiprozessoren für Notebooks anzukündigen. Die Vorstellung baugleicher Modelle für Desktop-PCs folgt traditionell einige Monate später. AMD-Manager Forrest Norrod ließ auf der Barclays Global Technology, Media, and Telecommunications Conference durchblicken, dass die neue Mobile-Generation in den Startlöchern steht. (mma)