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AMD Ryzen 7 1800X: High-End-Prozessor fürs halbe Geld

Der Achtkern-Prozessor Ryzen 7 1800X mit Zen-Architektur liefert mehr Multi-Thread-Leistung als Intels 1100-Euro-CPU Core i7-6900K, kostet aber nur die Hälfte. Neben den CPU-Kernen hat AMD mit AM4 zudem die komplette Plattform generalüberholt.

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AMD Ryzen 1800X: High-End-Prozessor fürs halbe Geld
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AMD Ryzen 7 1800X, 8x 3.60GHz, boxed ohne Kühler
AMD Ryzen 7 1800X, 8x 3.60GHz, boxed ohne Kühler ab € 219,–

Ab sofort gibt es die ersten Prozessoren mit AMDs neuer Zen-Architektur Ryzen 7 1800X, 1700X und 1700 zu kaufen. Alle drei Summit-Ridge-CPUs für die Fassung AM4 sind mit acht Kernen, 16 MByte großem L3-Cache sowie zwei DDR4-Speicherkanälen ausgestattet. Den internen Aufbau hat AMD im Vergleich zu den Vorgängern der Serie FX komplett umgekrempelt: Statt Bulldozer-Modulen mit zwei Integer-Kernen und einer Gleitkommaeinheit gibt es bei Ryzen wieder unabhängige, vollwertige CPU-Kerne. Um diese besser auszulasten, hat AMD zum ersten Mal simultanes Multithreading (SMT) eingebaut.

All diese und weitere Verbesserungen sorgen für einen eindrucksvollen Leistungszuwachs: Die höchstgetaktete Variante Ryzen 7 1800X (3,6 GHz, Boost: 4,0 GHz) ist in den Paradedisziplinen Rendering, Videokodierung und Verschlüsselung 5 bis 10 Prozent schneller als der Core i7-6900K, kostet aber mit 560 Euro nur die Hälfte der Intel-CPU (1100 Euro). Im c't-Labor erreichte der Ryzen 7 1800X im Cinebench R15 1627 Punkte (Core i7-6900K: 1474 Punkte). Zudem haben wir untersucht, wie sich der Octo-Core-Prozessor in 3D-Spielen schlägt.

Auf einem Ryzen-Die bringt AMD zwei CPU Core Complexes (CCX) mit je vier Kernen und je 8 MByte Level-3-Cache unter.

(Bild: AMD)

Nicht nur bei der Multi-Thread-, sondern auch bei der Single-Thread-Leistung hat AMD deutlich aufgeholt. Bisher mussten sich in dieser Disziplin selbst leistungsfähige Typen wie der FX-8350 (98 / 633 Cinebench-Punkte) preiswerten Intel-CPUs wie dem Celeron G3900 (108 / 218 Punkte) geschlagen geben. Der Ryzen 7 1800X kommt auf 163 Punkte und übertrumpft damit zwar den Core i7-6900K (154 Punkte), muss sich aber dem schnellsten Quad-Core Core i7-7700K (193 Punkte) deutlich geschlagen geben.

Plansoll übererfüllt: Statt 40 Prozent erreicht Ryzen eine um 52 Prozent höherer Performance pro Takt als die bisherigen Excavator-Kerne.

(Bild: AMD)

Für die Ryzen-7-Prozessoren 1800X (3,6 GHz, Boost: 4,0 GHz) und 1700X (3,4, Boost: 3,8 GHz) mit je 95 Watt Thermal Design Power verlangt AMD 560 Euro beziehungsweise 440 Euro. Den 65-Watt-Typ Ryzen 7 1700 (3,0 GHZ, Boost: 3,7 GHz) bietet der Chiphersteller für 360 Euro an. Im Unterschied zu den X-Varianten kann dieser seinen Nominal- und Boost-Takt mit der XFR-Funktion nur um maximal 50 statt 100 MHz überschreiten. Wahlweise sind die drei Ryzen-Prozessoren mit und ohne Kühler erhältlich. Passende AM4-Mainboards mit den Chipsätzen der Serie 300 kosten zwischen 80 und 310 Euro.

Den vollständigen Test, weitere Benchmarks sowie eine detaillierte Beschreibung der neuen AM4-Plattform finden Sie im kostenlos zugänglichen c't-Artikel am Ende der Meldung. Weitere Artikel zu Ryzen mit ausführliche Spiele-Benchmarks, einer detaillierten Beschreibung der Zen-Mikroarchitektur sowie einen Ausblick auf kommende Prozessoren finden Sie in der kommenden c't 6/17 und online bei c't:

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