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AMD Ryzen: Optimierter Energiesparplan soll Spiele-Performance steigern

AMD hat für Ryzen-Prozessoren einen angepassten Windows-10-Energiesparplan veröffentlicht, der die Spiele-Performance erhöhen soll.

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AMD-Prozessoren der Ryzen-Generation entfalten unter Windows 10 etwas mehr Leistung in Spielen, wenn man das Energiesparprofil "Höchstleistung" statt "Ausbalanciert" einstellt. Daher hat AMD bisher empfohlen, das Energiesparprofil "Höchstleistung" einzustellen – doch dann greifen diverse Energiespartechniken wie Core Parking nicht, was letztendlich die Leistungsaufnahme erhöht.

AMD hat nun das "Ausbalanciert"-Profil verändert und an die Eigenheiten der Ryzen-Prozessoren angepasst. Dies geht aus einem neuen Blog-Eintrag von AMD-Manager Robert Hallock hervor. Das AMD-Profil verringert demnach sowohl die Timings als auch die Grenzwerte für P-State-Änderungen und deaktiviert Core-Parking für häufig aktive Kerne. Folglich legen sich die Kerne unter Last seltener schlafen. AMD zufolge soll sich durch das neue Profil die Bildrate in Spielen um bis zu 9 Prozent erhöhen – also in etwa auf das Niveau des "Höchstleistung"-Profils, vorrangig in prozessorlimitierten Szenen.

Das Energieprofil lässt sich als "AMD Ryzen Balanced Power Plan" direkt auf der AMD-Website als Zip-Datei herunterladen (Direktdownload). Nach dem Entpacken reicht ein Doppelklick auf die Datei Ryzen_Balanced_Power_Plan.ppkg und eine kurze Bestätigung zur Installation des Profils aus. AMD plant, das Energiesparprofil in die kommende Version der AMD-Chipsatz-Treiber für Ryzen-Prozessoren zu integrieren.

Auf Reddit bestätigt AMD jedoch schon kurz nach der Veröffentlichung, dass es Probleme nach der Installation des neuen Energieprofils geben kann. Die Firma empfiehlt Nutzern in diesen Fällen, zunächst das Bereitstellungspaket und den Ryzen-Energiesparplan zu löschen und alles erneut zu installieren. Doch auch das funktioniert anscheinend nicht für alle Nutzer.

Komplette Präsentation: AMD-Prozessoren der Serie Ryzen 5 (16 Bilder)

Seit März sind Prozessoren von AMDs neuer Ryzen-Generation erhältlich. Die Achtkernprozessoren werden unter den Bezeichnungen Ryzen 7 1700 (359 Euro), 1700X (439 Euro) und 1800X (559 Euro) verkauft. Ab 11. April soll es die günstigeren Ryzen-5-Ausführungen geben, nämlich die Vierkerner Ryzen 5 1400 (169 US-Dollar) und 1500X (189 US-Dollar) sowie die Sechskerner Ryzen 5 1600 (219 US-Dollar) und 1600X (249 US-Dollar). (mfi)