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AMD Ryzen: Performance unter der Lupe

Was die neue Zen-Mikroarchitektur in den Ryzen- und kommenden Naples-Prozessoren von AMD tatsächlich leistet, untersucht c't mit Compilern von Microsoft und Intel.

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AMD Ryzen 7 1800X

Über 40 Prozent mehr Befehle pro Taktzyklus (IPC) sollte die Zen-Architektur im Ryzen verarbeiten, versprach AMD schon vor Jahren. Doch tatsächlich kann der Vorteil im Vergleich zur veralteten Bulldozer-Mikroarchitektur weitaus größer sein: Das zeigen Messungen mit optimiertem Code für Windows 10. c't-Experte Andreas Stiller hat dazu Quellcode der Benchmark-Suite SPEC CPU2006 mit aktuellen Compilern von Microsoft und auch Intel übersetzt.

Dabei zeigt sich, dass Intels Compiler des System Studio 2017 im Schnitt auf Intel- und AMD-Systemen schnelleren Code liefern als die von Microsoft Visual Studio 2017. Lässt man jedoch Intels "Vorzeige-Benchmark" 462.libquantum weg, sind es vielleicht gerade mal 10 bis 20 Prozent. Zuweilen versagen die Intel-Compiler aber auch, etwa bei einigen Messungen des Flops-Benchmarks.

AMD Ryzen im Integer-Vergleich mit Compilern von Microsoft und Intel

Bei manchen Benchmarks kann die AVX-Optimierung kontraproduktiv sein – je nach Prozessor, denn manche Intel-CPU reduziert ihren (Turbo-)Takt, sobald sie AVX-Code verarbeitet. Die höchste Optimierungsstufe "/arch:QxCore-AVX2" verweigern die Intel-Compiler den AMD-Prozessoren eigentlich, doch das lässt sich mit einem Patch umgehen. Letztlich beschleunigt die Optimierung in der SPECint-Suite allerdings nur einen einzigen Benchmark, ebenfalls wieder den 462.libquantum.

In den Benchmarks traten AMD Ryzen 7 1800X (ab 214,90 €), Intel Core i7-6900K (ab 1099 €), Intel Core i7-7700K (ab 364,50 €) und AMD A12-9800 gegeneinander an. AMD Zen wird aber auch im kommenden Serverprozessor Naples stecken.

Lesen Sie den kompletten Artikel in c't 10/17:

(ciw)