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AMD Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X ab 29. Oktober erhältlich

AMD komplettiert das Angebot an TR4-Prozessoren der 2. Generation um einen 12- und 24-Kerner. Eine Software soll die Performance der Topmodelle verbessern.

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AMD Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X ab 29. Oktober erhältlich

(Bild: AMD)

AMD hat den Verkaufsstart für die High-End-Desktop-Prozessoren Ryzen Threadripper 2920X mit 12 und Ryzen Threadripper 2970WX mit 24 Kernen präzisiert: Die beiden TR4-CPUs sollen am 29. Oktober in den Handel kommen und ergänzen die bereits erhältlichen Threadripper-Prozessoren der zweiten Generation 2990WX und 2950X mit 32 beziehungsweise 16 Kernen.

Der 2970WX eignet sich mit 24 Kernen (48 Threads) und 3,0 GHz Taktfrequenz (Turbo: 4,2 GHz) für professionelle Workstation-Anwendungen und kostet 1299 US-Dollar. Wie das Spitzenmodell Threadripper 2990WX besteht er aus vier Dies, von denen lediglich zwei lokalen Arbeitsspeicher anbinden. Der Zwölfkerner Threadripper 2920X (3,5 / 4,3 GHz) mit zwei teilaktiven Octa-Core-Chips rundet das Angebot nach unten hin ab. Zielgruppe der 649 US-Dollar teuren CPU sind Enthusiasten und Gamer. Alle Prozessoren können vier Speicherkanäle und 60 PCIe-3.0-Lanes ansprechen.

Beim Ryzen Threadripper 2990WX und 2970WX hängt nur an den beiden IO-Dies ein Dual-Channel-Speicherinterfache.

(Bild: c't)

Zugleich kündigte AMD an, am 29. Oktober die nächste Version der Übertaktungs-Software Ryzen Master zu veröffentlichen. Diese enthält zusätzlich einen Windows-Dienst, der die Performance-Schwäche des Threadripper 2990WX und 2970WX bei einigen Anwendungen und Spielen beheben soll. Bei diesen beiden CPUs mit NUMA-Architektur (Non-Uniform Memory Access) müssen zwei von vier Dies ohne lokalen RAM auskommen. Laufen Anwendungen auf diesen Kernen, bremsen die längeren Latenzen beim Speicherzugriff (ca. 100 ns vs. 60 ns) in einigen Fällen die Software aus.

Im neuen Dynamic Local Mode packt der neue Windows-Dienst die Anwendungen mit der höchsten CPU-Auslastung automatisch auf Kerne mit lokalem Speicher. Damit soll beispielsweise die Bildrate beim 3D-Spiel Battlefield 1 um bis zu 47 Prozent steigen. Beim Rodinia HPC Benchmark verspricht AMD ein Performance-Plus von 21 Prozent. (chh)