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AMD Ryzen Threadripper 2990WX: Mit 32 Kernen an die Performance-Spitze

AMDs Topmodell der zweiten Threadripper-Generation übertrumpft die Konkurrenz deutlich. Wegen seiner Speicherarchitektur ist er für Spiele nur bedingt geeignet.

Threadripper

Ab sofort ist AMDs neuer High-End-Prozessor Ryzen Threadripper 2990WX (3,0 GHz, Turbo: 4,2 GHz) für 1830 Euro im Handel erhältlich. Mit 32 Kernen und 64 Threads eignet er sich für Workstation-Nutzer, die hochauflösende Videos schneiden, 3D-Animationen und -Modelle rendern oder große Software-Projekte kompilieren. Im c't-Labor erreichte der 250-Watt-Prozessor im Rendering-Benchmark Cinebench R15 5267 Punkte und lässt damit die bisher schnellste Desktop-CPU Core i9-7980XE (18 Kerne) weit hinter sich (3249 Punkte).

Für Anwendungen wie 3D-Spiele, die nicht alle 32 Kerne auslasten, häufig auf den Speicher zugreifen und bei denen die einzelnen Threads voneinander abhängen, ist er weniger geeignet. Im Unterschied zu den eng verwandten Server-Prozessoren Epyc fehlt bei den Threadripper-WX-CPUs bei zwei der vier Octa-Core-Chips der Speicher-Controller. Greifen Kerne auf Speicher zu, der an einem anderen Chip hängt, sind die Latenzen deutlich höher als bei lokalem RAM. Beim 3D-Spiel Assassin’s Creed Origins lag die Bildrate deshalb rund 30 Prozent niedriger als beim Threadripper 2950X oder Ryzen 7 2700X.

Ende des Monats startet der Verkauf des 16-Kernes Ryzen Threadripper 2950X. Im Vergleich zum Vorgänger Threadripper 1950X taktet er nominal 100 MHz schneller. Der Turbotakt liegt dank 12-nm-Fertigungsprozess mit 4,4 statt 4,0 GHz deutlich höher. Zudem gibt es bei der zweiten Generation der Threadripper-CPUs keine festen Turbostufen mehr, wovon vor allem Anwendungen profitieren, die nicht alle Kerne voll auslasten. Dadurch kann der 16-Kerner in einigen Benchmarks den Core i9-7980XE übertrumpfen, obwohl dieser zwei Kerne mehr hat und das Doppelte kostet.

Im Oktober folgen der Ryzen Threadripper 2970WX (24 Kerne) und 2920X (12 Kerne). Alle Threadripper-2000-CPUs laufen auf allen TR4-Mainboards mit X399-Chipsatz. Das notwendige BIOS-Update lässt sich per BIOS-Flashback vom USB-Stick auch ohne Prozessor durchführen.

Einen vollständigen Test von Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X lesen Sie in der kommenden c't 18/2018 (ab Samstag am Kiosk).

(chh)

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