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AMD Ryzen Threadripper 3000: Octa-Channel-RAM und viel PCIe 4.0

AMD plant offenbar den Ausbau seiner High-End-Plattform mit Ryzen Threadripper 3000. Neue Mainboards sollen acht Speicherkanäle und 128 PCIe-4.0-Lanes bieten.

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AMD-CEO Lisa Su mit einem Epyc-7002-Prozessor.

(Bild: Carsten Spille/c't)

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Für die Prozessorserie Ryzen Threadripper 3000 soll es die drei Mainboard-Typen TRX40, TRX80 und WRX80 geben. Neu wären die zwei letztgenannten, die in ihrer Ausstattung an AMDs Plattform für die Server-Prozessoren Epyc 7002 heranreichen.

Schon im April hat AMD die drei Plattformen vom USB Implementers Forum (USB-IF) zertifizieren lassen. Dabei wurden aber keine technischen Details bekannt. Nun berichtet die Webseite Gamersnexus von einem internen Dokument für Kühlerhersteller, das die beiden Sockelvarianten sTRX4 und sWRX8 aufführt. Alle Versionen sollten mechanisch identisch sein, wie es schon die Server-Version SP3r2 zum sTR4 auf den X399-Mainboards war, sich aber elektrisch und im Funktionsumfang unterscheiden.

Namensgebend soll die Anzahl der Speicherkanäle sein: TRX80 und WRX80 bieten demnach acht und somit doppelt so viele wie bisher. Der TRX40 mit vier Speicherkanälen – oft Quad-Channel genannt – wäre somit der direkte Nachfolger für die X399-Plattform. Bisher wurde über den Namen X590 spekuliert.

Doppelt so hoch soll bei TRX80 und WRX80 auch die Anzahl der PCI-Express-Lanes ausfallen, die der Prozessor bereitstellt – bei Ryzen Threadripper 3000 also 128 PCIe-4.0-Lanes. Das wäre genug für vier Grafikkarten mit jeweils 16 Lanes, 32 SATA-6G-Datenträger und acht NVMe-SSDs mit jeweils vier Lanes. Die Ausstattung wäre umfangreich genug, um einen separaten Chipsatz wie bei Epyc-Mainboards weglassen zu können – TRX80 und WRX80 wären dann bloß die Platinenbezeichnungen.







Von AMDs Epyc-7002-Plattform sollen sich WRX80-Mainboards unter anderem dadurch unterscheiden, dass sie nur ein DIMM pro Speicherkanal ansteuern (1DPC); die Server-Prozessoren können mit doppelt so viel umgehen (2DPC). Laut Gamersnexus bietet WRX80 keine Übertaktungsfunktionen, was ihn näher an Workstations rücken und zu einem Xeon-W-Konkurrenten machen würde. Zu TRX80 gibt es derzeit keine weiteren Details.

Epyc vermarktet AMD für Server. Die neuen 7002-Modelle erreichen zwar vereinzelt den Einzelhandel, allerdings bietet dieser bisher kaum kompatible SP3r2-Mainboards an. Für leistungsstarke Workstations eignen sich die Epyc-7002-CPUs daher nur bedingt. (mma)