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AMD bringt Jaguar-Opterons für Microserver

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Beim Opteron X1150/2150 handelt es sich um ein SoC, das auch PCIe, SATA und USB anbindet.

(Bild: AMD)

Opteron X1150 und Opteron X2150: Unter diesen Bezeichnungen starten die ersten Microserver-Prozessoren von AMD. Sie sind eng mit den kürzlich vorgestellten Kabini- und Temash-Kombiprozessoren für Tablets und Notebooks verwandt sowie mit der neuen Baureihe G für Embedded Systems – und letztlich auch mit den Systems-on-Chips, die AMD für die kommenden Spielkonsolen Playstation 4 und Xbox One entwickelt hat.

Der Codename der sparsamen X-Opterons lautet Kyoto. Beide Varianten besitzen je vier Jaguar-Kerne mit 1,9 oder 2 GHz Taktfrequenz. Beim Opteron X1150 mit "9 bis 17 Watt" Leistungsaufnahme liegt die GPU brach, beim "11-bis-22-Watt"-Typ Opteron X2150 sind die 128 Shader-Kerne mit Graphics-Core-Next-(GCN-)Architektur nutzbar. Sie sind aber nicht für die Grafik-Ausgabe gedacht, sondern etwa als Rechenbeschleuniger für das Transcoding in Content-Delivery Networks.

HP Moonshot: 48 Server-Module passen in ein 4,3-HE-Chassis, also 480 Server in das 120 Zentimeter tiefe 47-HE-Rack HP 647.

(Bild: HP)

Letztere sollen ein typisches Einsatzgebiet von Microservern werden, ebenso wie Cloud-Rechenzentren. Daher ist es für AMD sehr wichtig, dass HP bereits als Kunde angebissen hat: Die Kyoto-APU soll bald auf Server-Module für den vor wenigen Wochen vorgestellten ProLiant Moonshot zum Einsatz kommen.

Bisher verkauft HP nur Module mit Intels Server-Atom S1200 alias Centerton. Damit vergleicht AMD nun Opteron X1150 und X2150, die doppelt soviele und mächtigere CPU-Kerne, eine DirectX-11-kompatible GPU sowie eine Fülle von Schnittstellen mitbringen, darunter zwei SATA-6G-Ports, USB 3.0 und PCIe-2.0-Lanes. Der einzelne Speicherkanal der X-Opterons fasst theoretisch bis zu 32 GByte ECC-RAM, allerdings nur zwei ungepufferte Module, die es bisher mit höchstens je 8 GByte gibt. Die Jaguar-Kerne bieten Unterstützung für AVX und AES.

Doch Intels Avoton als Atom-Server-SoC nähert sich ebenfalls den Startlöchern, und zwar mit bis zu acht Silvermont-Kernen, integriertem Ethernet-Controller sowie außer PCIe 2.0 vermutlich ebenfalls SATA. Auch AES-Befehle sollen Avotons unterstützen. HP hat bereits Moonshot-Module mit vier Avotons für das zweite Halbjahr angekündigt: Der Vorsprung der X-Opterons ist deshalb knapp. Als Preise nennt AMD 64 US-Dollar für einen Opteron X1150 und 99 US-Dollar für den X2150. (ciw)