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AMD feiert Opteron-Geburtstag mit höherem Marktanteil

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Iwill-Server H8502 für acht Opterons

Zum dritten Geburtstag der am 22. April 2003 eingeführten Opteron-Prozessoren meldet AMD einen schönen Erfolg: Nach Untersuchungen der Marktforscher von Mercury Research stammten im ersten Quartal 2006 22,1 Prozent aller weltweit verkauften x86-Serverprozessoren aus der Opteron-Familie. In einem kleinen Teilbereich des x86-Servermarkts, bei den 4-Prozessor-Maschinen, soll der AMD-Marktanteil noch deutlich höher liegen. Hier treten die Opterons der 800er-Baureihe gegen Intels Xeon-MP-Prozessoren an.

AMD fischt damit weiter sehr erfolgreich in ehemals von Intel dominierten Gewässern, denn vor Erscheinen des Opterons als erstem x64-Prozessor war das x86-Server-Segment fest in den Händen der Xeons und auch Pentium- oder Celeron-Prozessoren. Mittlerweile verkaufen – bis auf Dell – alle großen Server-Markenfirmen auch Modelle mit Opterons.

Anders als Intel stellt AMD keine eigenen Server-Mainboards her und ist auch bei den Chipsätzen (bis auf den mittlerweile veralteten AMD-8000) auf Partner angewiesen. Um dennoch auch kleineren Firmen die Zusammenstellung solider Opteron-Server zu erleichtern, pflegt AMD das Validated Server Program (VSP): Daran nehmen mittlerweile vier Hersteller teil, nämlich Newisys, Supermicro, Tyan und Uniwide (Schwesterfirma von Appro). Aber auch noch andere Hersteller bauen Opteron-Server, etwa Arima/Rioworks, Asus, Gigabyte, Iwill, MSI oder Tatung. Iwill etwa hat vor wenigen Wochen den modular aufgebauten 8-Sockel-Server H8502 mit dem PCI-Express-Chipsatz Nvidia Nforce Professional 2200 vorgestellt, der bis zu 128 GByte Speicher aufnehmen soll.

Im zweiten Halbjahr 2006 will AMD die Opteron-Baureihe renovieren; die in einem LGA-Gehäuse eingebauten Sockel-F-Typen sollen Virtualisierungsfunktionen unterstützen (AVT) und werden einen DDR2-Speichercontroller enthalten; im Jahr 2007 sind Quad-Core-Modelle – wohl mit 65-Nanometer-Struktureneingeplant. (ciw)