AMD kuschelt mit Linux

In Dresden möchte AMD offenbar an der Linux-Unterstützung für seine x86_64-Prozessoren feilen – und künftige Prozessorgenerationen auf den Betrieb unter Linux und Xen optimieren.

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Von
  • Oliver Diedrich

AMD will in Dresden offenbar eine Forschungsgruppe einrichten, die nicht nur Linux auf die eigenen Prozessoren optimieren, sondern auch die Anforderungen des freien Betriebssystems in die Entwicklung kommender Prozessorgenerationen einbringen soll. Darauf deuten zumindest drei Stellenanzeigen für die Fab 36 hin, in denen ein Linux-Kernel-Entwickler, ein Entwickler im Bereich Betriebssystemvirtualisierung und ein Entwickler von Betriebssystemwerkzeugen für das "Operating System Research Center" in Dresden gesucht werden. Was es mit diesem Forschungszentrum auf sich hat, wird dabei nicht ganz klar; eine Anfrage von heise open an AMD blieb bislang unbeantwortet.

Der Kernelentwickler soll laut Stellenausschreibung den Linux-Kernel auf AMD-Prozessoren optimieren, aber auch den Prozessordesignern dabei helfen, "die Anforderungen moderner Betriebssysteme in kommenden Prozessorgenerationen besser zu unterstützen". Dazu sind Kenntnisse in C und x86_64-Assembler erforderlich. Sehr ähnlich liest sich die Stellenbeschreibung im Bereich Virtualisierung: Xen auf AMD-Prozessoren optimieren – und dabei helfen, den Xen-Support in zukünftigen AMD-Prozessoren zu verbessern. Auch der Tools-Entwickler soll laut Stellenanzeige nicht nur Linux-Werkzeuge für AMD-Prozessoren entwickeln, sondern auch bei der Prozessoroptimierung für Linux mitarbeiten. (odi)