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AMD macht weniger Minus, nennt grobe Termine für Ryzen, Naples & Vega

AMD-Chefin Lisa Su und ihr Führungsteam haben gestern nach US-Börsenschluss die Ergebnisse des vierten Quartals 2016 verkündet und ein paar neue Details verraten.

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AMD Ryzen

Hoffungsträger AMD Ryzen

(Bild: Florian Müssig)

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AMD FirePro S9300 x2, 2x 4GB HBM (100-505950)
AMD FirePro S9300 x2, 2x 4GB HBM (100-505950) ab € 4946,91

Im Vergleich zu 2015 konnte AMD den Umsatz deutlich steigern, blieb aber im Minus: Mit 4,27 Milliarden US-Dollar setzte das Unternehmen im Jahr 2016 rund 7 Prozent mehr um als 2015 (3,99 Milliarden). Die Verluste schrumpften um rund 25 Prozent von 660 auf 497 Millionen US-Dollar. Immerhin konnte AMD die langfristigen Schulden deutlich reduzieren, nämlich von 2,24 auf 1,44 Milliarden US-Dollar.

Einen operativen Gewinn von 283 Millionen US-Dollar machte die Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" (EESC), die etwa die Chips für XBox und Playstation an Microsoft und Sony verkauft. Hier ist der Umsatz mit 2,3 Milliarden US-Dollar auch deutlich höher als in der "Computing and Graphics"-Sparte, die 1,97 Milliarden US-Dollar erzielte – 162 Millionen US-Dollar mehr als noch 2015, aber trotzdem mit einem operativen Verlust von 238 Millionen US-Dollar.

Die EESC-Sparte hatte ihr bestes Geschäft im dritten Quartal 2016, die Computing Group im vierten Quartal. Laut AMD lag der Erfolg der Computing Group vor allem am besseren Geschäft mit Grafikchips. Dazu trug auch bei, dass Google die Rechenkarte FirePro S9300 x2 für Cloud-Systeme kaufte. Doch auch die "Bristol Ridge"-APUs haben den Absatz belebt.

AMD-Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das ganze Jahr 2016

(Bild: AMD)

Im dritten Quartal war ein besonders hoher Verlust aufgetreten, der mit der Zahlung von 340 Millionen US-Dollar an den Auftragsfertiger Globalfoundries zusammenhängt: Damals hatten AMD und Globalfoundries die sechste Erweiterung des "Wafer Supply Agreement" (WSA) vereinbart, der AMD die Zulieferung von Prozessoren und Grafikchips zusichert. Insgesamt kaufte AMD 2016 Wafer im Wert von 665 Millionen US-Dollar von Globalfoundries.

342 Millionen US-Dollar hat AMD wiederum aus dem Verkauf von 85 Prozent der Back-End-Fabs in China und Malaysia an Tongfu Microelectronics erlöst, die jetzt als Zulieferer Tests und Packaging der AMD-Chips übernehmen.

Doch 2016 ist Vergangenheit, AMD-Investoren warten gespannt auf die bevorstehenden Einführungen des Desktop-Prozessors AMD Ryzen, des Serverprozessors Naples – ebenfalls mit Zen-Technik– und der neuen GPU-Generation Vega. Laut Lisa Su sollen Ryzen-Chips "früh im März" verkauft werden, was sich mit den bisherigen Spekulationen zum Starttermin Ende Februar deckt. Erste Ryzen-Produkte sollen dann auch gleich lieferbar sein.

Sowohl Vega als auch Naples sollen dann im zweiten Quartal folgen. Später im Jahr folgt dann mit "Raven Ridge" bekanntlich die erste Zen-APU, sowohl für Desktop-PCs als vor allem auch für Notebooks.

Da das erste Quartal üblicherweise schwächer ist als die anderen, wirken die neuen Produkte noch kaum auf den finanziellen Ausblick: AMD erwartet zwar um 18 Prozent höheren Umsatz als im Q1/2016, aber 11 Prozent Rückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2016. (ciw)

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