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AMD mit Gewinnrückgang und höherem Marktanteil

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Der Prozessorhersteller AMD erwirtschaftete im ersten Geschäftsquartal bei einem Umsatz von 1,19 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 125 Millionen US-Dollar oder 37 Cents pro Aktie. Das liegt deutlich über den Erwartungen der Analysten, die 33 Cents bei 1,13 Milliarden Dollar Umsatz vorhergesagt hatten.

Gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 9 Prozent, während der Gewinn um 34 Prozent sank. AMD erklärt den Gewinnrückgang teilweise durch höhere Steuersätze und durch die allgemeine Flaute im PC-Geschäft. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern einen Rückgang der Verkäufe um 10 Prozent – dies sei aber traditionell ein schwaches Quartal, hieß es bei AMD.

Im ersten Quartal hat AMD 7,3 Millionen Prozessoren für insgesamt 661 Millionen Dollar (plus 17 Prozent) verkauft, davon 2 Millionen Athlons über 1 GHz, 4,5 Millionen langsamere Athlons und Durons sowie 800.000 CPUs älterer Bauart wie den K6-2 oder K6-2+. Mit Flash-Bausteinen hat AMD 411 Millionen US-Dollar (minus 10 Prozent) umgesetzt.

Neuigkeiten zu zukünftigen Produkten verkündete AMD-Chef W. J. Sanders nicht, sondern wiederholte die schon bekannten Details zum Palomino-Kern: Zuerst für Notebooks, Verbesserungen im Kern, mit PowerNow!-Stromspartechnik, Vorstellung im Mai, Desktop-Version mit 1,5 GHz im dritten Quartal.

Auch Intel und IBM haben in diesen Tagen ihre Quartalsberichte veröffentlicht. Intel musste im Unterschied zu AMD einen weit stärkeren Gewinnrückgang um 64 Prozent hinnehmen, der Umsatz schumpfte gegenüber dem Vorjahr gar um 16 Prozent. IBM dagegen scheint von kleinen PC-Krisen völlig unbeeindruckt und verbuchte Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Die Zahlen von AMD jedenfalls erfreuten die Investoren als recht solides Ergebnis: Der Kurs des Papiers war schon im regulären Handel in New York um über 21 Prozent auf 27,85 US-Dollar gestiegen; im nachbörslichen Handel, nach der Vorstellung des Geschäftsberichts, kletterte das Papier nochmals um über 7 Prozent auf 29,85 US-Dollar.

Laut einer in US-Medien zitierten Studie des Marktforschungsunternehmens Mercury Research hat AMD im letzten Quartal zudem seinen Anteil am Prozessormarkt von 17 auf 21 Prozent gesteigert, während Intels Kuchenstück von 81 auf 77 Prozent schrumpfte. Das sei der größte Fortschritt für AMD seit Einführung des Athlons, hieß es in der Untersuchung – damals wuchs der Marktanteil von 12 auf 16 Prozent. Da Intel jedoch keine genaue Zahlen der verkauften Prozessoren veröffentlicht, bleiben diese Studien schwammig. (jow)

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