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AMD mit Radeon RX 5500 und RX 5500M gegen GeForce GTX 1650

Die Spieler-Grafikkarte Radeon RX 5500 trägt AMDs RDNA-Architektur in niedrigere Preissegmente. Mit der Radeon RX 5500M gibt es auch eine Mobilversion.

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Radeon RX 5500 und RX 5500M für Full-HD-Spieler

(Bild: AMD)

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Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern: AMD erweitert die Palette seiner Spieler-Grafikkarten nach unten hin. Die Radeon RX 5500 setzt wie die großen Schwestermodelle der 5700-Reihe auf topaktuelle Technik, richtet sich allerdings an Spieler mit Full-HD-Bildschirmen und läuft somit in einer niedrigeren Preiskategorie.

Einen genauen Preis wie auch konkrete Angaben zur Verfügbarkeit blieb AMD im Vorfeld schuldig, angesichts des Leistungsabstandes zur Radeon RX 5700 dürfte sich die RX 5500 allerdings im 200-Euro-Segment bewegen.

Die Radeon RX 5500 ist zu DirectX 12 mit Feature-Level 12_1, zu Vulkan, OpenCL und OpenGL kompatibel.

Mit der Rechenleistung von bis zu 5,2 Billionen Rechenschritten pro Sekunde (TFlops) bei kurzzeitigen Taktspitzen und 4,8 TFlops im Dauerbetrieb erreicht die Radeon RX 5500 rund 60 Prozent der Performance einer Radeon RX 5700. Für flüssiges Spielen in Full-HD-Auflösung mit 1920 × 1080 Pixeln reicht das aus – und auch, um mit Nvidias GeForce GTX 1650 zu konkurrieren. Laut AMDs eigenen Benchmarks schlägt man diese in ausgewählten Titeln um 28 bis 50, im Mittel um 37 Prozent.

Technische Spezifikationen - 22 Compute Units mit 1408 Shader-Rechenkernen

(Bild: AMD)

AMD wird keine Referenzkarte auf den Markt bringen, sondern sich in dieser Hinsicht auf seine Board-Partner verlassen. Mit einer Vorgabe von 150 Watt für die Thermal Design Power (TDP) kommt man auf eine Game-Clock, also einen typischen Takt in Spielen, von 1717 MHz. Einen Basistakt gibt AMD nicht mehr an, dafür aber einen kurzzeitigen Maximalboost von 1845 MHz und erreicht dort 5,2 TFlops.

Der GDDR6-Grafikspeicher ist 4, optional 8 GByte groß und überträgt mit 224 GByte/s über 128 parallele Datenleitungen genau halb so viele Bytes wie bei den großen Schwesterkarten der RX-5700-Reihe.

Die Notebook-Version Radeon RX 5500M wird technisch zur Desktop-Karte identisch sein, aufgrund der geringeren TDP von 85 Watt jedoch niedriger takten. Im Dauerbetrieb bleiben noch 4,1 TFlops übrig. Ein erstes Notebook mit der Radeon RX 5500M soll mit dem Alpha 15 von MSI noch im Oktober auf den Markt kommen.

Der Grafikchip der Radeon RX 5500(M) nutzt AMDs aktuelle, auf die Anforderungen von Spielen zugeschnittene RDNA-Architektur. Damit sind höhere Taktraten sowie mehr Leistung pro Takt und Shader-Rechenkern möglich als mit den vorigen Vega- und Polaris-basierten Grafikprozessoren.

Im Navi 14 genannten Chip sind 24 Compute Units repliziert, von denen bei der Radeon RX 5500(M) 22 mit insgesamt 1408 Shader-Rechenkernen aktiv sind. Die 128-Bit-Speicherschnittstelle ist über 32 Raster-Endstufen angebunden.

RDNA in 7 nm: Kleiner, schneller, effizienter

(Bild: AMD)

Der Chip wird mit 7 Nanometer feinen Strukturen von TSMC hergestellt und umfasst 6,4 Milliarden Transistoren auf 158 mm². Zum Vergleich: Der Chip der Vorgänger-Generation Polaris mit 14-nm-Strukturen belegte noch 221 mm² und nahm laut AMD 37 Prozent mehr Leistung auf.

Wie alle neuen AMD-Chips wird auch der (inoffiziell) Navi 14 genannte Neuling über PCI-Express 4.0 mit der Außenwelt kommunizieren – allerdings nur mit 8 Lanes, sodass die Übertragungsrate gegenüber einen x16-Link mit PCI-Express 3.0 nicht steigt.

In Sachen Display- und Video-Engines ist die Radeon RX 5500 auf dem aktuellen Stand ihrer großen Schwester und bindet auch 4K- und 8K-Bildschirme mit ergonomischen 60 Hertz an. Der Videoprozessor entlastet die CPU bei den meistgenutzten Codecs mindestens bis zur 4K-Auflösung mit 30 fps.

Wie heise online bereits meldete, gibt AMD bis Ende des Jahres über teilnehmende Händler zu den Karten wahlweise Borderlands 3 oder Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint sowie den XBox Game Pass für den PC drei Monate lang dazu. (csp)