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AMD plant Opteron mit ARMv8-Architektur

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Rory Read verkündet die Absicht, eine SoC mit ARMv8 zu designen

(Bild: AMD)

Ein historischer Tag – so AMD-Chef Rory Read am Montag in San Francisco. Erstmals seit dem Abschied vom recht erfolgreichen 29k-Prozessor Mitte der 90er Jahre will AMD jetzt wieder eine andere Prozessorarchitektur als nur x86 unterstützen. Im Rahmen der Heterogeneous System Architecture (HSA) will AMD unter dem Opteron-Markenzeichen ein SoC rund um einen 64bittigen ARMv8-Kern herausbringen. Geplant ist die Produktion für Mitte 2014.

Insbesondere soll das Freedom Supercompute Fabric der im Frühjahr eingekauften Tochterfirma SeaMicro mit in das Opteron-SoC. SeaMicro-Chef Andrew Feldman hatte schon vor zwei Jahren angekündigt, Microserver mit ARM-Prozessoren anzustreben, aber noch vor kurzem auf einer Veranstaltung parallel zu Intels IDF erklärt, die aktuell verfügbaren ARM-Designs seien aus seiner Sicht nicht interessant für Server – auch nicht für die speziellen Microserver, die SeaMicro für kleinere, energiesparende Prozessoren konzipiert hat (mit Atom, Ivy und Sandy-Bridge und seit Neuestem auch Opteron mit Piledriver-Kern).

Doch mit ARMv8 ändert sich die Landschaft, das bekräftigten auch Gastredner von Amazon, Dell, Facebook und Red Hat. ARM-Chef Warren East bekräftigte die Partnerschaft mit AMD und unterstrich:"Die Industrie braucht kontinuierliche marktübergreifende Innovationen, um die steigenden Bedürfnisse der Kunden zu decken und ARM samt seiner Partner ermöglichen das durch immer energieeffizientere Computing-Lösungen, die genau diese Bedürfnisse adressieren."

Microserver von SeaMicro - hier der SM10000 mit 512 Atom-Knoten auf 10 Rack-HE

(Bild: SeaMicro)

Microserver mit ihren vielen kleinen durch ein spezielles Fabric verbundenen Knoten sind für eine bestimmte Klasse von Serveranwendungen gedacht, für die sie dann besonders energieeffzient wirken können. Dazu gehören vor allem auch Cloud- und Big-Data-Aufgaben.

Hewlett Packard experimentiert auf diesem Gebiet im Rahmen des Pathfinder-Programms wie dem Projekt Moonschot und arbeitet sowohl mit Intel (Atom-Centerton) als auch mit Calxeda (EnergyCore auf Basis von ARM-Cortex) zusammen. HPs Serverchef Paul Santeler betonte nun aber auch die jahrzehntelange Partnerschaft mit AMD, wird sich also den ARM-Opteron genau anschauen. (as)