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AMD schreibt erneut Verluste

AMD[1] muss sich wohl ranhalten, möglichst bald die neuen Prozessoren der 64-Bit-Linie auf den Markt zu bringen, ohne dabei an der Qualität Einbußen zuzulassen: Die Umsätze jedenfalls im abgelaufenen vierten Quartal fielen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 Prozent auf 686,4 Millionen US-Dollar. Immerhin bedeutete dies aber eine Steigerung gegenüber dem Vorquartal, als der Umsatz noch 508 Millionen US-Dollar betrug -- allerdings verfehlte AMD die eigene Umsatzprognose doch.

AMD sieht in der Steigerung, die unter anderem durch einen 60-Prozent-Zuwachs bei den Prozessor-Umsätzen gegenüber dem dritten Quartal des Geschäftsjahrs zu Stande kam, wenigstens erste Zeichen, der PC-Markt könnte sich wieder erholen. Außerdem habe man es geschafft, die Lagerbestände bei den Händlern zu reduzieren sowie die Umsätze bei den Flash-Chips im Vergleich zum vorangegangenen dritten Quartal um 15 Prozent zu steigern. Für ein Ende der Flaute sieht sich die Firma jedenfalls unter anderem mit den kommenden 64-Bit-Prozessoren[2] in einer guten Position, endlich auch im Firmen- und Server-Markt zu reüssieren.

Bis dahin allerdings müssen erst einmal rote Zahlen ausgeglichen werden: Der Netto-Verlust nach GAAP[3] lag bei 853,7 Millionen US-Dollar (2,49 US-Dollar pro Aktie); im gleichen Quartal des Vorjahrs betrug der Verlust 15,8 Millionen US-Dollar (0,50 US-Dollar pro Aktie). Unter Ausschluss von Sonderbelastungen, zu denen Kosten für Entlassungen zählten, betrug der Verlust immer noch 235,1 Millionen US-Dollar (68 Cents pro Aktie). Die Börse hatte hier 41 Cents pro Aktie erwartet. Im Gesamtjahr erzielte AMD einen Umsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar; dabei fiel allerdings ein Netto-Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar an beziehungsweise ein Verlust unter Ausschluss von Sonderbelastungen von 683 Millionen US-Dollar.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei AMD in US-Dollar

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00[4] 1.092 Mio. 189 Mio.
2/00[5] 1.170 Mio. 595 Mio.
3/00[6] 1.210 Mio. 408 Mio.
4/00[7] 1.175 Mio. 178 Mio.
1/01[8] 1.190 Mio. 125 Mio.
2/01[9] 985 Mio. 17,4 Mio.
3/01[10] 766 Mio. -187 Mio.
4/01[11] 952 Mio. -15,8 Mio.
1/02[12] 902 Mio. -9,2 Mio.
2/02[13] 600 Mio. -185 Mio.
3/02[14] 508 Mio. -254 Mio.
4/02 686,4 Mio. -853,7 Mio.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-73149

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.amd.com
[2] https://www.heise.de/meldung/AMDs-Opteron-ein-SAP-Renner-2-Update-73113.html
[3] http://cpaclass.com/gaap/gaap-us-01a.htm
[4] https://www.heise.de/meldung/IBM-meldet-Umsatzverlust-17438.html
[5] https://www.heise.de/meldung/AMD-praesentiert-Rekordzahlen-32081.html
[6] https://www.heise.de/meldung/AMDs-Ergebnis-uebertrifft-Erwartungen-29842.html
[7] https://www.heise.de/meldung/AMD-ist-trotz-maessigem-Quartal-guter-Dinge-31403.html
[8] https://www.heise.de/meldung/AMD-mit-Gewinnrueckgang-und-hoeherem-Marktanteil-36789.html
[9] https://www.heise.de/meldung/AMD-erfuellt-reduzierte-Erwartungen-38613.html
[10] https://www.heise.de/meldung/AMD-leidet-unter-Preiskrieg-bei-Prozessoren-54837.html
[11] https://www.heise.de/meldung/AMD-reduziert-Verluste-46541.html
[12] https://www.heise.de/meldung/AMD-erfuellt-Umsatzprognose-punktgenau-61391.html
[13] https://www.heise.de/meldung/AMD-trifft-gesenkte-Umsatzerwartungen-punktgenau-63880.html
[14] https://www.heise.de/meldung/Hoher-Verlust-fuer-AMD-68216.html