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AMD schreibt schwarze Zahlen

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AMD hat mehr Kunden von seinen Prozessoren überzeugen können. Das Unternehmen sprach am Donnerstag von Rekordauslieferungen im dritten Quartal. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro). Unterm Strich blieben laut Mitteilung 97 Millionen Dollar als Gewinn hängen nach einem Verlust von 118 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der vergangenen fünf Quartale

Die Anleger waren begeistert, zumal AMD für das laufende Quartal eine Umsatzsteigerung von bis zu 5 Prozent auf 1,77 Milliarden US-Dollar gegenüber dem vorigen in Aussicht stellte. Analysten hatten nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg einen Umsatz von 1,71 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal prognostiziert.

Nachbörslich sprang der Kurs um 5 Prozent hoch. Allerdings hatte das Unternehmen zuvor auch die Erwartungen gedrückt, in dem es Ende September Probleme ausgerechnet in seinem einstigen Vorzeigewerk Dresden einräumte. Dadurch konnten nicht so viele der neuen "Llano"-Prozessoren produziert werden. Die neue Fusion-Reihe habe AMD dabei geholfen, Marktanteile auf dem Notebook-Markt hinzuzugewinnen, sagte CEO Rory Read.

Die Sparte Computing Solutions mit Prozessoren, Chipsätzen und embedded Prozessoren steigerte ihren Umsatz im Vorjahresvergleich von 1,23 Milliarden auf 1,29 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn ging von 164 Millionen auf 149 Millionen US-Dollar zurück. Der Umsatz der Grafikchip-Sparte wuchs von 390 Millionen auf 403 Millionen US-Dollar. Hier stieg der operative Gewinn von 1 Million auf 12 Millionen US-Dollar.

AMD hat harte Jahre mit hohen Verlusten und Führungsproblemen hinter sich. Erst Ende August fand AMD einen neuen Hoffnungsträger für die Konzernspitze. Rory Read kommt vom chinesischen Computerbauer Lenovo. Zwischenzeitlich war AMD vom deutschen Finanzchef Thomas Seifert geführt worden.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei AMD
in US-Dollar
Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 1.092 Mio. 189 Mio.
2/00 1.170 Mio. 207 Mio.
3/00 1.210 Mio. 408 Mio.
4/00 1.175 Mio. 178 Mio.
1/01 1.190 Mio. 125 Mio.
2/01 985 Mio. 17,4 Mio.
3/01 766 Mio. -187 Mio.
4/01 952 Mio. -15,8 Mio.
1/02 902 Mio. -9,2 Mio.
2/02 600 Mio. -185 Mio.
3/02 508 Mio. -254 Mio.
4/02 686,4 Mio. -853,7 Mio.
1/03 714,6 Mio. -146,4 Mio.
2/03 645 Mio. -140 Mio.
3/03 954 Mio. -31 Mio.
4/03 1.206 Mio. 43 Mio.
1/04 1.236 Mio. 45 Mio.
2/04 1.262 Mio. 32 Mio.
3/04 1.239 Mio. 42,8 Mio.
4/04 1.264 Mio. -29,96 Mio.
1/05 1.227 Mio. -17,0 Mio.
2/05 1.260 Mio. 11,0 Mio.
3/05 1.523 Mio. 76,0 Mio.
4/05 1.840 Mio. 95,6 Mio.
1/06 1.330 Mio. 185 Mio.
2/06 1.220 Mio. 88,8 Mio.
3/06 1.327 Mio. 134,5 Mio.
4/06 1) 1.773 Mio. -574 Mio.
1/07 1.233 Mio. -611 Mio.
2/07 1.309 Mio. -600 Mio.
3/07 1.632 Mio. -396 Mio.
4/07 1.773 Mio. -1.772 Mio. 2)
1/08 1.505 Mio. -358 Mio. 3)
2/08 1.349 Mio. -1.189 Mio.
3/08 1.585 Mio. -69 Mio.
4/08 1.162 Mio. -1.424 Mio.
1/09 1.177 Mio. -416 Mio.
2/09 1.184 Mio. -330 Mio. 4)
3/09 1.396 Mio. -128 Mio.
4/09 1.646 Mio. 1.181 Mio. 5)
1/10 1.574 Mio. 257 Mio.
2/10 1.653 Mio. -43 Mio.
3/10 1.620 Mio -118 Mio.
4/10 1.650 Mio. 375 Mio.
1/11 1.610 Mio. 510 Mio. 6)
2/11 1.574 Mio. 61 Mio.
3/11 1.690 Mio. 97 Mio.
1) Anteil des ATI-Umsatzes: 398 Mio. US-Dollar. Im Nettoverlust sind u. a. 550 Mio. US-Dollar Kosten durch die Übernahme des Grafikchipherstellers enthalten.
2) Enthält einmalige Belastungen von 1.675 Millionen US-Dollar aus einer Wertberichtigung der ATI-Übernahme.
3) Enthält einmalige Belastungen von 50 Millionen US-Dollar durch die ATI-Übernahme
4) Enthält Einmalgewinne aus dem Verkauf abgeschriebener Vermögenswerte.
5) Enthält Zahlungen aus dem Vergleich im Rechtsstreit mit Intel
6) mit Neubewertung der Globalfoundries-Anteile

(mit Material von dpa) / (anw)

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